Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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148 Staatsverwaltung.

wofür der Herzog von Broglie, und der MarschallJourdan, wofür der Graf Mol6 eintraten, dieübrigen Kommiffarien blieben als Minister auf ihrenPosten, nur wurden noch die Depukirten Lafitte,Casimic Pvrier, Dupin ber Aeltere, und Ba.ron Bignon zu Mitgliedern des Ministerraths er-ponut. Dieses Ministerium entsprach aber den Wün-schen der herrschenden Parthei nicht; man wünschtevon der einen Seite volkökhümlichere Namen an derSpitze der Verwaltung zu sehen, die sich den Fort-schritten günstiger zeigten; von der andern wollten aucheinige Minister sich zurückziehen, weil ihnen die noth.wendigen Bedingnisse einer parlamentarischen Regie,rung nicht erfüllt zu werden schienen, indem sie gegendie öffentliche Ordnung anzukämpfen hatten, die nichtsweniger als durch die Julius-Revolution hergestelltworden, sondern in neuen Partheien, die sich durchdie Volksvereine oder Klubs zu erkennen gaben, ihreHemmungen fand. Das Ministerium wurde daheram Zten Äovember, also nach kaum einem Monate sei-ner Existenz, aufgelöset, und ein neues gebildet. Vonden älteren Ministern blieben: der Großsiegelbewahrerund Minister der Justiz Dupon de l'Eure, derKriegsminister General Graf G^r a r d, und der Ma-rineminister Graf Sebastiani; als neue Ministertraten ein: als Finanzminister und Präsident deS Mi-nisterrakhs, Lafitte; als Minister des Innern, GrafMontalivet; als Minister des Auswärtigen, Mar-schal Maison; als Minister des Unterrichts, Me-rilhou; allein auch von den drei gebliebenen Mi-nistern schieden am 17ken Novbr. zwei aus, und derEine wechselte seine Stelle, nämlich der Graf Se-bastian! wurde Minister des Auswärtigen, an derStelle des Marschalls Maison, und der MarschallSoult trat als Kriegsminister, und der Graf Ar-gout als Seeminister ins Ministerium. Auch wurde