Staatsverwaltung. LSI
Marschall Soult und General Sebastian-i wur-den nach Paris berufen; es standen auf den Wahl-listen, außer den beiden eben angeführten Kriegern, dieMarschälle Gorard und Klausel; die GeneräleGuilleminot und Schneider; ferner der GrafMol«;, Dupin, Präsident der Deputirtenkammer,Pafsy, der Herzog von Broglie,Dümon, Re-nn, sät, DuvergierdeHauranne, und mehrereAndere. Der Präsident der Deputirtenkammer D u -pin suchte Alles aufzubieten, um wenigstens ein ge-mischtes Ministerium zu Stande zu bringen, um denDoctrinairs nicht ganz das Feld zu überlassen; alleiner fand darin große Schwierigkeiten. Der MarschallSoult und der Graf Sebastiani hatten langeUnterredungen mit dem Könige, und dem Ersterenward der Auftrag des Monarchen, ein neues Ministe-rium zu bilden. Der Marfchall Soult unterzog sichdemselben unter gewissen Bedingungen, und der GrafMolo erklärte sich bereit, das Portefeuille des Aus-wärtigen unter dem Marschall Soult anzunehmen;da aber die vorgeschlagenen Bedingungen in der De-putirtenkammer eine Majorität von vierzig Stimmenzu erhalten schienen, so wurden die Unterhandlungenabgebrochen, und Beide lehnten die Stellen, welche siezu übernehmen bereit gewesen waren, ab. Auch dieMarschälle Gorard und Maison erhielten den Auf-trag zur Zusammensetzung eines Kabinetts; allein dieAusführung gelang ihnen gleichfalls nicht. Der Kö-nig schrieb nun an den Minister des Unterrichts Gui-zot, und beauftragte ihn, ein Kabinett zu bilden; die-ser schlug aber den Herzog von Brozlie, als deneinzigen dazu geschickten Mann, vor, und dieser, nachdem sogleich geschickt wurde, nahm auch die Missionan. Man war auch schon in der Deputirtenkammerunruhig geworden, da sich diese Ministerial-KrisiS solange hinzog. Die allgemeine Meinung der Deputir-