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Staatsverwaltung.
ten sprach sich dahin aus, daß jetzt auf die Erklärungder Minister gedrungen werden müsse, das neue Kabi-nett möge gebildet werden oder nicht, indem es uner-läßlich für das Wohl des Landes sey, daß die strengstenUntersuchungen über die Ursachen, welche die ministen»elle Krisis verlängerten, und wodurch die Arbeiten derSession so plötzlich unterbrochen worden, angestellt wär-den. Endlich wurden, nach einer zwanzig tägigen mi»nisteriellen Anarchie, am Uten März die Minister er-nannt. Die ganze Veränderung bestand nur in dem Ein-tritt von zwei neuen Ministern; denn an die Stelle desMarschaü Mortiers, trat der Marschall Mai so nals Kriegsminister, und an die Stelle des AdmiralsRigny, der Herzog von Broglie, als Ministerdes Auswärtigen und Präsident des Ministerraths, dieübrigen Minister behielten ihre Portefeuilles, mithinhalten die Doctrinairs den Sieg davon getragen, undein nationales Ministerium, wie es von dem GeneraleSebastian! angerochen worden, welches die vorge-schlagene Amnestie der April-Angeklagten, entwederdurch eine Ordonnanz des Monarchen, oder, wie derMarschall Soull verlangte, baß sie zum Gegenständeeines Gesetzes gemacht werde und von den Kammernausgehen sollte, scheiterte gegen die Majorität in herDeputirtenkammer, wie man es wenigstens vorgab,daß sich eine solche gegen die Amnestie vpn wenigstensvierzig Stimmen bilden würde, Keine Ministerial-Veränderung seit dem Jahre 1830 hat so viele Be-sorgnisse gemacht, so viele Combinationen und Wahl-zettel oder Listen erzeugt, als diese. Ein Schriftstellersagt: „Nur eine Kette von Intriguen konnte diesesministerielle Interregnum hervorbringen, welches dreiWochen gedauert hat, ohne daß bei seinem Aufhörendie Wünsche der Nation bei dem langen Harren be-friediget worden waren." — Man prophezeite diesemMinisterium keine lange Dauer, indessen hat es sich