Staatswirthschaft. 417
verbessert man die Wetter sehr durch fließendes Was-ser. Der künstliche Wetterzug wird entweder durchwetterblasende oder wettersaugende Maschinen erhal,ten. Die wichtigsten sind: die Blasebälge, die Wind-lade, welche Letztere nach Art eines bei Hochöfen ge-bräuchlichen Kastengebläses gebaut wird; der Fächeroder das Wetterrad, oder die Windtrommel, wobei dieLuft mittelst Flügel in eine Kreisbewegung gebrachtund wegen der Centrifugalkraft auszukrecen gezwungenwird. Alle diese Maschinen können als wetterblasendeund wettersaugende verwendet werden. Die Wasser-trommel ist als wetterblasende Maschine vorzüglich zumerken. Auch der Wetterofen ist eine vortrefflichewettersaugende Vorrichtung, wobei der Wetterzugdurch Feuer eben so bewirkt wird, wie der Luftzug beijedem Schornsteine. Eine gute Bergwerköwirthschafterheischt, daß, wo möglich, die Förderniß bloß in sol-chen Schächten eingerichtet werde, wo die Tagwettereinziehen, indem die Grubenseile in Schlachten, wodie Wetter ausziehen, sehr bald zu Grunde gehen.Zu den Hebezeugen zur Ausförderung desGrubenwasserö gehören die ober- undunterschläch-tigen Wasserräder, die Wassersäulenmaschine, derPferdegöpel oder die Roßkunst, die Dampfmaschine.Die in den Kunstschächken üblichsten Maschinen sind:das Saugwerk, Druckwerk, das vereinigte Saug- undDruckwerk, vorzüglich aber die vereinigte Saug - undHebepumpe. Der Teichbau. Die Aufbereitung derErze an Tage; die Erzscheidung; die nasten Poch-werke ; die Schlemmarbeit; die Goldausziehung und dasAnreiben; die trocknen Herde; die Waschwerke; dieSalzwerke in bergmännischer Hinsicht. — Fischerey;in Hinsicht der Staatswirthschaft sind hier wichtigoufdenHandel, dieNeunaugen, Lampreten, Hayfische,Sköhre, Sterleten, Dorsche, Kabliau oder Kabeljau,getrocknet als Klippfisch, Schollen, Bütten, Makre-<vec. rechn. Eric. Lh. «.XVI. D d