Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft.

dern Vortheilhaft, wo die Weinberge nahe liegen, dasich die Trauben im Großen wegen ihrer leichten Faul«niß nicht gut verschicken lassen oder doch wenigstensnicht ohne bedeutende Kosten, indem sie in Sägelpäneund dergleichen Sachen eingepackt werden müßen.S. Wein, in W. —Die Ciderbereitung ge-schieht da am besten, wo die Obstkultur stark getriebenwird, und viele Aepfel herbeigeschafft werden können,welche der Gährung wegen in Haufen gelegt, banngerieben und gekeltert werden; der Saft muß hieraufgeistig gähren und auf Fässer abgezogen werden. Woes sehr viele Aepfel giebt, und der Vertrieb nach ent-fernten Gegenden zu Wasser nicht groß ist, da kannman sie hierzu gebrauchen, oder sie schälen und dör-ren zu Backobst, welches auch noch einen Handels-zweig abgiebt. S. den Art. Cider, Th. 8, S. 128,Obstwein, Th. 103, S. 567. — Oclmühlen,Oelpressen, Oelschlagen. DieOelbereitung ge-schieht am besten und vortheilhaftesten da, wo vieleOelkräuter gezogen werden, aus deren Samen manOel bereiten kann, oder aus Früchten der Bäume undSträucher. Zu den Samen gehören hauptsächlich derRübsamen, Kohlsaat, Oelrettig, Leinsamen, Hanf,samen, Leindotter, Mohn- oder Magsamen rc.; zu denFrüchten die Oliven, Wall- und Haselnüsse, Buch-kerne, Kastanien rc. Aus dem Mohne und den Buch-kernen kann man bei guter kunstgemäßer Zubereitungbei uns in Deutschland ein so gutes Oel erholten, alsaus den Oliven (Baumöl, Provenzeröl) in Frankreich.Die Einfuhr dieses OelS könnte daher in manchenGegenden unsers gemeinsamen Vaterlandes unterblei-ben. Die Oelsamen oder Früchte werden vorläufig inStampfmühlen gestampft, dann in Hebel-, Keil- oderSchraubpressen ausgepreßt, anfangs kalt, dann zwi-schen heißen Platten. S. den Art. Oehl, Th. 104,S. 403 u. f. — Tabaksbereitung oder Fabri«