438 Staatswirthschast.
Damit nun während der Verzinnung das Zinn sichnicht opidirt, ist solches beständig mit einer Lage Un-schlilt bedeckt. S. den Art. Blech, Th. 5. — DasOßmundschmieden, welches auch da am bestengeschieht, wo ein gutes Schmiedeeisen und Brennma-terial zu haben ist. Die Arbeit besteht darin, dasSchmiedeeisen durch zweckmäßige Behandlung in derEsse und unter dem Hammer dergestalt zu raffiniren,daß es auf das Feinste, z. B. zuKlavierseiteg, verar-beitet werden kann. — Die Brennstahlfabrika-tion. Hierzu Ml^ß man Schmiedeeisen und Kohlenverwenden. Man verwandelt das Schmiedeeisen inStahl, indem man es zu Stäben schmiedet, und mitKohlenpulver in langen thönernen verschlossenenKasten heftig glühet. Der hierdurch erhaltene Stahlheißt, seines aufgebläheten Ansehens wegen, Blasen-stahl. Dieser wird nun unter dem Hammer mehrereMale gestreckt und über einander gewunden, und heißtdann nach dieser Raffinirbehandlung Reckstahl oberGärbestahl. — Die Gewehr fabrikation kannauch nur da mit Vortheil geschehen, wo man Eisen,Stahl, Brennmaterial und eine freie Disposition vonBewegungskräften haben kann. Die Arbeiter in denGewchrfabriken theilen sich in Rohr- und Bohr-schmiede, Büchsenmacher u. Büchsenschäster. Die Ar-beiten dieser wichtigen Fabrik findet man unter Ge-wehr, Th. 18, S. 108 u. f. angeführt. Eine aus-gezeichnete Gattung von Flintenläufen ist jene, welchenach Art der damascirten Klingen, Messer und Säbelverfertigt wirb. Die Seele des Laufes muß immereine solche Lage haben, daß beim Zielen auf einen mitdem Auge in einerlei Horizontalebene liegenden Punkt,die Axe der Seele vom Auge nach der Mücke zu ge-nugsam steige, daß dieKugel nach einer durchlaufenenStrecke ihrer parabolischen Bahn in der gehörigenEntfernung in die erwähnte Horizontalebene falle. Die