Staatswirthschaft. 449
geistigen Gährung überlassen wird. Das erhalteneProdukt wird mehrere Male der Destillation unter»warfen nach Art der Branntweinbereitung; s. oben,S. 424. — Zuckerraffinerie, die Raffinirungdes rohen Zuckers, das heißt, des Indischen uns schonentweder in Pulverform (Pulver- oder Mehlzucker,Farin) oder in zerschlagenen Stücken zugeführten Roh-zuckers (Moskovade), welcher in den EuropäischenZuckersiedereyen oder Zuckerraffinerien, noch einmal ge-sotten oder in flüssige Form gebracht wird; dann nichtbloß durch Kalk, sondern auch durch Rindöblut, und,bei feinem Zucker, auch durch Eyweiß oder fette süßeMilch gereiniget, und dann, nachdem er in den Siede-kesseln gahr gesotten und in einer großen Kühlpfanneabgekühlt worden, in die bekannten Formen zum Er-härten gebracht wird. Man kann auf dieselbe Weiseauch den Runkelrüben-Stärke-rc. Zucker (s. oben,S. 422) rasfiniren. DaS Nähere hierüber, so wieüber die verschiedenen Arten von raffinirtem Zuckerrc.sehe man unter Zucker und Zuckersiederey inZnach. Eine Nebenfabrikation ist die Rum derer-tung aus der Melasse, s. oben, S. 440. — 9) Ge-werbe, wozu ausgebreitet eH an dlungö-Con-nexionen, eigene Kunstgriffe, technisch-wissenschaftliche Bildung, Bildung imKunstfache, der Besuch von Wohlhaben-den rc. rc. wesentlich erforderlich sind. —Chemisch? Fabriken. Hierher gehören alle Fa>brikationSzweige, wozu die Kenntniß der Chemie oderScheidekunst gehört, mag diese nun auf dem prakti-schen Wege, auf dem Wege der Erfahrung, erlangtworden seyn, oder auf dem der Theorie in Verbindungmit der Ausübung durch Lehrer; genug, wenn derBetreiber nur zu der Einsicht gelangt ist, daß Etwasso und nicht anders betrieben werben kann, wenn esdiese oder jene Wirkung hervorbringen soll, oder wennOec. rechn. E»c. Th. OI.XVI F f