Staatswirthschaft. 4L3
aller hierauf beruhenden Berechnungen finden sich inmehreren Werken über die Baukunst, namentlich inGerstnerS statischer Baukunst, gut dargestellt;auch findet man den statischen Theil der Baukunst inE y t e l w e i n s Statik vollständig abgehandelt. Nachfolgender Ordnung soll sich die Landbaukunst am bestenvortragen lassen, wobei nämlich die Kenntnisse aus derangewandten Mathematik und Bauchemie voraus-gesetzt werden: Relative Festigkeit, sowohl vollkommenharter, als biegsamer Körper; Theorie der Unterstützungunter einander gestellter prismatischer schwererKöcper;Theorie des Gewölbes überhaupt. Dieses würde denmathematischen Theil der Baukunst ganz in sich be-greifen. Ferner Materialienkunde, nämlich der Haupt-VerbindungS- und Neben-Materialien; Festigkeit derMaterialien; Grundbau; Mauerverband; Gewölbemit Rück^cht auf Theorie und Anwendung; Zimmer-Mannsarbeiten, wohin vorzüglich die Lehre von» Dach-stuhle gehört; Tischlerarbeit in Gebäuden; und danndaselbst Schlosserarbeit, Schmiedearbeit, Glaser-, Töp-fer-und Anstreicherarbeit; Klempnerarbeit außerhalbdes Gebäudes; Zweckmäßigkeit der Gebäude, welchesich vorzüglich auf die gehörige Anlage aller einzelnenTheile und auf die Bequemlichkeit in der Anordnungbezieht; Bauregie, oder zweckmäßige Leitung desBaues, mit vorzüglichster Rücksicht auf Wohlfeilheit;ästhetischer Theil der Baukunst. — Hierher kann manauch die Ziegelbrennerey dringen, wo Ziegel,Backsteine oder Brandsteiue aus Thon in die zumBaue gebräuchliche Form gebrannt werden. Diemeisten Arten der Ziegel werben aus gemeinem oderunreinem, besonders gelbem oder bläulichem Thonegemacht, dessen Fehler man durch die Vermischungmit Sand oder mit andern Thonarten von entgegenge-setzten Eigenschaften zu verbessern sucht. Man nenntihn fett oder lang, wenn er sehr zähe ist, mager oder