Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft.

London, oder durch den Zwischenhandel von den See-städten verschiedener Reiche. Norddeutschland erhältihn von Hamburg, Bremen und Lübeck, und Süd-deutschland von Amsterdam, überhaupt aus Holland.— Was den Oelhandel betrifft, so ist dieser eben-falls in Beziehung auf die StaatSwirthschast sehrwichtig, und daher ist der Anbau der Oelpflanzenin den Ländern, wo sich der Boden dazu eignet, nichtzu vernachläßigen. Einen bedeutenden Handel mitBaum- oder Olivenöl treibt Frankreich, Spanienund Italien, hier besonders Neapel; aber auch ver,schiedene Inseln des Archipelagus, die Inseln Cor-sika,MajorkaundCorsu; dannJstrien,Dalmatien,dieLevante rc. rc. liefern diesen Artikel, der sich in extra-feines, feines oder Speiseöl, und in gewöhnliches oderFabriköl theilt. Die Speiseöle sind von Farbe ent-weder weißlich (von Natur oder gebleicht) oder gelb,und von frischem und gutem Geschmacke; dasjenige,was um Aix in Provenze, in der Grafschaft Nizza,und im Florenkinischen gewonnen wird, hält man fürdas beste und vollkommenste. Hierauf folgen: dasfeine Provenzer, LaS weiße und gelbe Genueser, dasLuccheser von der ersten Pressung, das Luccer ausApulien, das Gardaseeische aus dem Lombardischen,und dann das Galipoliöi aus Apulien, das Sevillischegrüne, und dann die übrigen Spanischen und Portu-giesischen Oele. Das beste Oel ist das aus unreifenOliven geschlagene Ssmmeröl. Das Fabriköl wirdhauptsächlich von den Tuch- und Zeugarbeitern, Gär-bern rc. gebraucht. Das Oel wird nach seiner Fein-heit und seiner Benutzung in Flaschen, Steinkrügenund Fässern ausgeführt, und das Französische zu Mar-stille, Toulon, Antibeö, Cette rc. geladen. Das Oelvon Nizza wird entweder von Nizza aus oder überMarseille in den Handel gebracht. Das Florentini-sche Olivenöl, welches dem Provenzeröle gleich kommt,O ec. rech. Lnc. Th. HXVI. I i