Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft. 499

schmecken, besonders wenn es genossen werden soll,wie es hin und wieder geschieht; eben so klar und reinmuß es auch seyn, wenn es zum Reiben der Farben,zum Anstreichen und zur Malerey gebraucht werdensoll; dagegen ist zum Brennen das alte Oel besser,als frisches. Das Holländische und KönigsbergerLeinöl, als die beliebtesten Sorten, werden, diesesbei Ohm, jenes bei Ahm von 120 Mingeln gehan-delt. Hamburg handelt dieses Oel nach Centnern zu112 Pfd. Das Rüb-oder Rübsenöl muß schöngoldgelb von Farbe, dabei von frischem und süßlichemGeschmacke seyn; man handelt eö bei Ahm von 120Mingeln. Das Rüböl wird besonders in Hollandund Belgien stark fabrizirt oder geschlagen, hauptsäch-lich in Belgien um die Städte Gent, Cortrik undMenin. Zum Oelschlagen soll der Same von Winter-rübsen am ergiebigsten seyn. Das Rüböl dient nichtnur zum Brennen, sondern wird auch zur Verferti-gung der grünen oder schwarzen Seife, wie man siegewöhnlich nennt, angewendet. Das Holländischeu. Belgische Rüböl geht durch ganz Europa u. ist einsehr gesuchter Artikel. Das Mohnöl könnte einenwichtigen Handelsartikel abgeben, wenn man sich mitder Bereitung dieses Oels mehr beschäftigte; aberso geschieht dieses in dem Verhältnisse, wie derMohn in Deutschland angepflanzt wird, noch sehrwenig; denn der Landmann bedient sich in mehrerenGegenden dieses Artikels, wegen des angenehmen süßenGeschmacks und der Nahrhaftigkeit, sowohl roh, alsauch an Suppen, und auch wegen seines Oelgehalteszum Kuchenbacken, und zu andern Backwerken; da-her wird es auf Oel nicht so stark genutzt, wie es seynkönnte. Das Mohnöl hat einen angenehmen Ge-schmack und kann statt des Provenzerölö an Speisenund Salaten gebraucht werden, auch ist es sehr gutfür Oelmaler zu gebrauchen, weil es gut trocknet und

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