Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft. 317

Haushaltung, der Küche, oder in den Destillir.Anstal-ten, Apotheken, in den Oel- und anderen Fabriken rc.gebraucht werden, als mit dem Kümmel, Anis, Co-riander, Senf, Dill, Fenchel, den Rüb-, Rektig.-,Lein-, Hans-und Mohnsamen, den Feld-, Küchen-kräuter- und Gartensamen, besonders Blumensamen,Angelika-, Violen- und andern Wurzeln rc. Beson-ders wird jetzt mit den Futterkräutersamen, mirKlee, Luzerne rc. ein starker Handel getrieben. Mitden zuerst genannten Samereyen treibt besondersErfurr, Gotha, Berlin, Magdeburg, Breslau, Don-zig, Brüun, Bamberg und andere Orte einen starkenHandel; dann kommt auch viel von diesen Samereyenaus dem südlichen Frankreich, Italien, hier beson-ders aus Neapel und Sicilien. Auch kommt ausMalcha, Alicante, England und Polen viel Kümmelin den Handel. Leinsamen kommtausRußland, beson-ders Liefland, Kurland, Lichauen und Polen, und dannaus Nord-Amerika in den Handel. In den Hafenan der Ostsee führt man ganze Schiffsladungen vonvielen tausend Tonnen nach Holland, Frankreich undden Deutschen Seestädten. Die Stapelplätze für die-sen Artikel sind besonders Hamburg, Lübeck, Bremen,Königsberg, Stettin, Frankfurt an der Oder rc. Rüb-samen kommt besonders aus Holland, Belgien undDänemark, dann liefert Bremen, Erfurt rc. viel vondiesem Samen, so auch Mohn-, Rettig- und Hanfsa-men. Deutschland und Frankreich liefern guten Fut--terkräutersamen, besonders viele Arten von Kleesamen,z. B. Touraine, Avignon, Le ManS. Diese letztenStädteliefernKlee- undLuzernesamen in großer Mengenach Holland, Belgien, England, und auch in alleGegenden des eigenen Staates, und Holland undDeutschland, so auch Frankreich viele Blumensamen.Mit Küchenkräutecsamen treibt besonders Erfurt einenstarken Handel, bann auch Breslau, Berlin rc.; und