Staatswirthschaft. 321
welche nach England, Holland und Frankreich geht.Königsberg, Danzig, Elbing und Stettin treiben ei-nen starken Handel mit Pottasche, sowohl mit der ein-heimischen, der Preußischen, als auch mit der Russi-schen, Polnischen rc. Die Pottasche aus den übrigenStaaten geht nach Bremen, Hamburg, und von danach Holland rc. Die Pottasche aus Ungarn, Mäh-ren geht auch häufig über Tuest und Fiume nach Jta-lien, Frankreich und England. S. auch den Art.Pottasche, Th. 116, S.587 u. f. — Mit Salz,besonders mit dem gesottenen oder Sohl salze,wird ein starker Handel getrieben, aber auch ttiitBay-oder Meersalz und mit Stein sa lz. Das Erstereliefert in Deutschland besonders Preußen aus denvorzüglichsten seiner Salzquellen in Halle in derProvinz Sachsen; dann liefert Lüneburg, Hall inSchwaben, Jschl und Hallstadt in Nieder. Oester.reich, Reichenhall in Bayern, Artern im Mannsfel-dischen, Salza und Frankenhausen im Thüringi-schen, Apolda im Weimarschen, Lüder im Fuldai-schen, Allenborf in Hessen rc. rc., Salz in den Han-del. Unter allen diesen Salzen hat das Hallischeund Lüneburgische den Vorzug, und wird überallhin verschickt. DaS Baysalz liefert Frankreich vonvorzüglicher Güte. Von dem Salze aus der Noc.mandie, welches sehr weiß ist, wird viel verschickt;überhaupt geht von Französischen Salzen eine großeMenge inS Ausland, besonders führen die Engländer,Holländer, Schweden, Dänen, und die Deutschenfreien Städte viele hundert Schiffsladungen davonweg. Die Französischen Küsten, wo das meiste Salzgewonnen wied, sind die von Bretagne, Sainkongeund Auniö, und dann die Küsten von der Normandie.Von dem Baysalze, welches in Mardirac und Sigeanin Languedoc verfertiget wird, werden Roussillou, Au-vergne, Bourgogne, Lyonnoiö und Savoyen mit Salz