Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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L40 Staatswirthschaft.

wolle von Salonichi ist der zweite Sorten der Smy»Nischen -leich. Von der Levantischen Baumwollehalten die Türken, Griechen, Armenier und Jllyriergroße Niederlagen zu Prag und Wien, und versenden,außer der Waare, die sich in den Oesterreichischen Staa-ten vertheilt, viele tausend Ballen nach Sachsen,Nürnberg u. anderen Gegenden Deutschlands. BeimEinkaufe der Baumwolle müssen die Ballen an beidenEnden und in der Mitte untersucht werden, ob dieWolle durchaus sauber und langhärig, und ob sie weißoder röthlich sey. England hat den wichtigsten Han-del mit Ost- und Westindischer Baumwolle. DieEinfuhr derselben stieg daselbst vom Jahre 1780 bis1800 von 5 bis auf 50 Centner. Im Jahre 1823verbrauchten die Schottländischen und EngländischenBaumwollenfabriken, die alle übrigen in Europa über-treffen, und mittelbar und unmittelbar 1,200,000Menschen beschäftigen, 668,400 Ballen Baumwolle.In Amerika wird an vielen Orten die Baumwollen-staude als Brachsrucht gebauet. In Italien liefertdas Königreich beider Sicilien, die Insel Maliha rc.Baumwolle, und in dem ersteren Reiche wird der Bauso stark betrieben, daß nach Sestini vor der Inva-sion der Franzosen den Ausländern jährlich gegen 2000Cantar abgelassen werden konnten. Dieser Anbauhatte sich jedoch durch die Kriege mit den Franzo-sen und die Unruhen in diesem Lande wieder etwasverschlechtert, und jetzt möchte wohl dieses Quantumzur Ausfuhr nicht herbeigeschafft werden können. AuchFrankreich hat seit dem Jahre 1807 Versuche mitAnpflanzung der Baumwolle gemacht, und sich dazuguten Samen aus der Levante zu verschaffen gesucht;allein man hat in neuester Zeit davon wenig gehört,ob die Versuche, die auch noch im Jahre 1812 imGarddepartement in der Gegend von Nismes wieder-holt wurden, gelungen sind; von den ersten Versuchen