Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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588 Staatswirthschaft.

jeden Dame lag; und daher werden sie es der zu gro-ßen Vorsicht jenes Arztes gewiß nicht Dank wissen,der sie eines so interessanten Instruments beraubte.S. auch den Artikel Fächer, Tl). 12, S. 31 u. f.— Die Kammfabriken beschäftigen auch viele Ar-beiter, liefern ihr Fabrikat größtentheils in den Galan-teriehanbel, und halten auch eigene Lager von demsel-ben. Die Kämme theilen sich in Nutz- und in Puh-kämme; die Ersteren sind schlichte glatte Kämme, umHaare, Wolle, Flachs rc. zu reinigen. Man hat sieeinfach und doppelt, enge und weit, und von verschie-denen Materien, als von Elfenbein, Wallroßzähnen,Horn und Messing. Die Letzteren sind krumm odergebogen, niedrig und hoch, je nachdem sie Stirn.-,«Veiten- oder Chignonkämme sind, und werben vonHorn, Schildkrötenschale, wohlriechendem Holze undvon starkem Drahte gemacht. Die Letzteren sind mitEmaille, Perlen und anderen Sachen verziert, unddie Hornkämme schön durchbrochen in Schnörkelnaller Art und verschiedenen Figuren rc. Kammlabri-ken, worin vorzüglich die Galanterie Kamme vonHorn rc. gemacht werden, findet man jetzt in vielengroßen Städten Deutschlands. So liefert z. B.Berlin eine große Menge dergleichen Kämme in denHandel, und die großeKammfabrikin Neusiadt.-Eberö-walde, sieben Meilen von Berlin, Elfenbein-Kämmein allen Größen und messingene Kamme. Dann lie-fert Nürnberg eine große Menge Kämme in denHandel, sowohl hörnerne in mehreren Nummern,als auch elfenbeinerne von Nr. 1 —11, welche manbei Dutzend einhandelt; bann große, mittlere und feineelfenbeinerne Kämme bei Pfunden. Auch Wien undmehrere Städte des südlichen und westlichen Deutsch-lands liefern Putz- und Nutzkämme in den Handel.Viele sauber polirte und garnirte Galanrerie-Kämmeliefert Paris in den Deutschen Handel, sowohl von