Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatöwuthschaft.

jetzt fast ganz herabgesunken, da deren Gebrauch durchdie Sonnenschirme verdrängt worden. Sie kommennur noch bei Hoffesten, auf Bällen rc. vor, wo dieDamen sich der kleinen Fächer bedienen, theils umsich etwas Kühlung zuzuwehen, theils auch um sichmit dem Fächer in der Har>d eine kleine Beschäftigungzu machen. In Paris fingen die Fächer mit 12 Solsdas Dutzend an, und stiegen bis zu 10 Louisd'or dasStück; die Fächer ?r la konnten zugleich als

Schirme gebraucht werden. Man hakte die Fächervon glatten, durchbrochenen, versilberten, vergoldetenoder bemalten Stäben von verschiedenen Hölzern, alsvon Eben-, Rosen-, Cedern- und Mahagonyholze;dann von Elfenbein, Schildkcötenschale, Fischbein,Knochen, Rohr rc. Sie waren entweder nur auf derrechten Seite oder auf der Unken zugleich mit durch,brochener oder ausgelegter Arbeiter, mit Gold, Silber,Emaille, Perlen, Perlmutter, Malereyen und derglei-chen Zierrakhen versehen. Der eigentliche Ueberzugdes Fächers, der die Falten bildet, war von seidenenZeugen, Flor, Seide und Papier, entweder mit ein-facher Farbe, als grün, blau, braun rc., oder mit Ma-lerey versehen, oder mit Chinesischen und JapanischenVerzierungen, mit Schnörkeln aller Art. Die nochvorkommenden kleinen Fächer sind nur einfach, ge-wöhnlich von einem wohlriechenden Holze, von Elfen-bein rc., auch wohl durchbrochen, aber nicht mehr soreich verziert, als ehemals, wo sie ein allgemeiner Mode-artikel waren. Die parfümirten Fächer lieferte May«land, Rom und Spanien, und die auf OstindischeArt nachgemachten lackictcn rc. England. Dieser Ar-tikel beschäftigte viele Hände bei der Fabrikation, undwar gewiß ein sehr bedeutungsvolles Joujou in den Hän-den der Damen, außer der leichten Kühlung, die dasFächeln gewährte, welches, um nicht schädlich oder derGesundheit nachteilig zu werden, ja in der Hand einer