608 Staatswirthschaft.
die Produktion forwährend stärker bleibe, als die Nach.frage, es klar sey, daß zu viele Kapitalien in diesemFache angelegt worden seyen, daß daher nach einigerZeit der verringerte Gewinn einige der Fabrikantenzwingen werde, zu einem andern Geschäfte überzuge-hen. Wer aber von ihnen das bisher betriebene Ge-schäft werde aufgeben müssen, hänge von verschiedenenUmständen ab; denn durch überlegene Industrie undAufmerksamkeit setzten sich einige Factoreien in denStand, etwas mehr Gewinn als die übrigen zu erzie-len, und durch überlegene Kapitalien machten es An-dere auch ohne diese Eigenschaft möglich, die Concur,renz auszuhalten, und was sie den Verlust leichter lra-gen machte, seydieHoffnung, sich durch einen erhöhetenPreis schadlos zu halten, nachdem sie die kleinen Ka-pitalisten vom Markte verdrängt hätten. Besser füralle Partheien sey es jedoch, wenn dieser Kampf nichtlange währte, so wie es andererseits wichtig sey, daßzu dessen Vermeidung kein künstlicher Zwang dazwi-schen trete. Ein Beispiel solcher Beschränkung undder daraus entspringenden Nachtheile liefere der Hafenvon Newcastle, wo nach einer ParlamentSakte jedesSchiff eine Ladung erhalten müsse. In dem Berichteeiner Kommission des Unterhauses über den Kohlen-Handel heißt eS: „Wenn mehr Schiffe sich mit demKohlentranöporte befassen, als mit Nutzen zuläßig ist,so fällt der Verlust, welchen der Aufenthalt im Hasenund das Warten auf die erzwungene Befrachtung er-zeugt, nach den Anordnungen dieser Akte auf alleSchiffe gemeinschaftlich, statt daß, dem natürlichenGange überlassen, er nur auf Einige fallen und diesedann nöthigen würde, die Concurrenz aufzugeben."
Bet dem Manufakturwaarenhandel,worunter hier der Handel mit allen Zeugen verstandenwird, die aufStühlen gewebt werden, und aus Leinen,Baumwolle, Wolle und Seide bestehen, auch aus