Staaswirthschaft. 6V9
Haaren, kommen besonders die Maschinen in Be-trachtung, weil durch diese die Preise bedeutend billigergestellt werden können, und dieses der Kaufmann oderSchnittwaarenhändler besonders berücksichtigen muß,um hier in Concurrenz mit dem Auslande zu bestehen.Er muß also seine Waaren aus Manufakturen bezie-hen oder sie darin nach seiner Angabe bestellen, wosie ihm am billigsten geliefert oder angefertiget wer-den können, damit er mit seinen Preisen nicht gegennoch billigere in denselben Manufakten und von der»selben Güte zurückstehen muß. Auch das Maschinen-Wesen ist von England zu uns herüber gekommen,und hat die Handarbeiten sehr beschränkt; s. den Art.Spinnen und Spinnerey, TH.158, S. 525u.f.Der Manufakturist hat daher in jetziger Zeit weitmehr zu überlegen und zu überrechnen, als ehemals,wenn er mit einem neuen Artikel hervortreten will.Sie beziehen sich hauptsächlich auf die Ausgaben -fürWerkzeuge und Maschinen, die jetzt noch zu der Ueber-legung hinzu gekommen sind: von wo aus er am vor-kheilhastesten das rohe Material beziehen und alle zurFabrikation nöthigen Kosten anschaffen will; dannauch auf den Umfang, welchen die Nachfrage erreichenkann, auf die Zeit, in welcher das zirkulirende Kapitalersetzt seyn wird, und endlich, nach Babbage, aufdie Schnelligkeit oder Langsamkeit, mir welcher derneue Artikel solche, die bereits im Gebrauche sind, vomMarkte verdrängt. Die Ausgaben für Werkzeugeund neue Maschinen sind in demselben Verhältnisseschwieriger zu ermitteln, je mehr sie von den schon ge-bräuchlichen abweichen; indessen meint der genannteSchriftsteller, daß die Mannigfaltigkeit der in den ver-schiedenen Fabriken Englands beständig angewendetenMaschinen so groß sey, daß jetzt nur wenige Erfin-dungen vorkommen können, deren Hauptbestandtheilemit andern bereits construirken nicht ähnlich befunden<vec. rechn. Enc. Th. 6QXVI. Q q