61L Staatswirthschaft.
nenwesen ein, so scheint auch bald die Produktion zu-zunehmen, und solches auödem nachfolgenden Grunde.Ein Fabrikant der sein angelegtes Kapital in her-kömmlicher Art nutzt, mit Stühlen oder andern in gu-tem Zustande sich befindenden Maschinen versehen ist,von denen ihm jede nach den bestehenden Preisen hun-dert Pfund Sterling kostet, er findet einige Verbesse-rungen. Diese sind jedoch von der Art, daß sie nichtan den Maschinen, die er besitzt, angebracht werdenkönnen. Seine Berechnung ergiebt aber, daß nachdem Preise, zu welchem er sein Fabrikat losschlagenkann, jede neue Maschine innerhalb drei Jahren sichnicht nur selbst bezahlt machen, sondern auch noch dasKapital wie gewöhnlich verzinsen würde. Er schließtin Folge seiner Kenntniß vom Geschäfte, daß die Ver-besserung, die er in Anwendung bringen will, nichtgut innerhalb dieser Zeit von den andern Fabrikan-ten allgemein angenommen werden wird. Nach die-sen Betrachtungen liegt es nun in seinem Interesse,die Maschinen, die er jetzt besitzt, zu ver kaufen, ja selbstzum halben Preise, und nun neue nach der verbesser-, ten Art zu erbauen. Da nun der Käufer, der nur50 Pfd. Sterling für die alten Maschinen gegebenhat, kein solches großes Betriebskapital zu verzinsenhat, als der, von dem er die Maschinen gekauft, aberdennoch dieselbe Quantität fabrizirt, so wird sein Pro-fit größer seyn. Die Waare wird auch im Werthefallen; eineötheils wird sie mit Hülfe der neuen Ma-schine wohlfeiler hergestellt werden können, andern-- theils weil der Betrieb der alten zu einem niedrigernPreise erkauften Maschinen mehr Nutzen abwirft.Dieser Wechsel ist indessen nur vorübergehend; daeine Zeit eintritt, in welcher die alten Maschinen,auch wenn sie in gutem Zustande erhalten würden,dennoch werthloswerden. Die Verbesserungen, dievor nicht langer Zeit an den Stühlen zur Fertigung