616 Staatswirthschaft.
Inhaber der Manufaktur oder Fabrik eine kleine Ver-gütigung giebt, wenn ein Arbeiter einen besonderenGrad von Geschicklichkeit zeigt, oder etwas an Mate.rialien erspart hat. Man hält dieses für sehr zweck-mäßig, um den Fleiß der Arbeiter und damit derenGeschicklichkeit zu erhöhen; man hat aber gefunden,daß dieseVergütigungen nur aus einen gewissen Punktsteigen dürfen, wenn sie für den Arbeiter und Fabrik-herren wohlthätig seyn sollen; denn würde man hierinnicht ein gewisses Maaß halten, so würde der Arbeicerleicht hierdurch zu nicht erfolgreichen Versuchen ge-leitet werden, und dann das Material verwüsten, wo-von man auch Beispiele genug hat. Die Verbindun-gen zwischen den Manufakturherren, die sich mit dem-selben Fabrikzweige beschäftigen, und dann die Vereinezwischen den Arbeitern sind auch EigenthümlichkeitenEnglands. Diese Verbindungen und Vereine habenverschiedene Zwecke. Hauptsächlich aber dienen siedazu, um sich über von beiden Theilen zu beachtendeRegeln zu verständigen, Behufs der Abschätzung desverhältnißmäßigen Werthes verschiedener Gattungender in ihrem Geschäfte vorkommenden Waaren, theilswird auch hierdurch Zeit gespart, und anderntheilsStreitigkeiten unter ihnen vorgebeugt. Dann sind sieauch Vortheilhaft, um sich genau von der Anzahl derin den verschiedenen Abtheilungen einer Fabrik be-schäftigten Arbeiter, der Höhe ihres Lohnes, der Zahlder von ihnen benutzten Maschinen, und von andernstatistischen Gegenständen zu unterrichten. Diese De-tails zu wissen hat den Nutzen, daß im Fall eines Un-terstühungsgesuches bei der Regierung oder einer vor-zunehmenden gesetzlichen Verfügung, man sogleich dasNöthige darüber vorlegen kann. Diese Statistik istbet großen Manufakturen durchaus nothwendig, umdanach selbst das Ganze einer Manufaktur gehörigberechnen zu können, und die Regierung von dem