Staatswirthschaft. 637
schinen dem Tuche ein noch egaleres und schöneres An-sehen gaben, und dadurch wieder den Markt für sicheinigermaßen gewannen; denn ihn ganz wieder zu ge-winnen, war nicht mehr möglich, weil die Französi-schen, Niederländischen und Deutschen Tücher schonmit den ihrigen und Spanischen in die Schrankentraten, das heißt, was feine Modetüchcr betrifft. —Auch in der neuesten Zeit hat sich für England eineseinem Tuchhandel nicht ganz günstige Concurrenz ge-stellt; allein selbst während des gehemmten Absahesins Ausland verbrauchten die Engländer noch jährlichan 1,071,428 Centner Wolle, woraus sie Waaren füreinen Werth von wenigstens 12 Millionen Pfd. Ster-ling verfertigten. Sie liefern nicht nur sehr feineTücher von Spanischer Wolle, sondern auch Halb»tücher, Kasimire, Biber, feine und grobe wolleneZeuge aller Art, Letztere für die Matrosen und für dieNegerin den Kolonien; wollene Strümpfe, in Schott-land, auch Flanelle und wollene Teppiche, und Irlandliefert grobe Tücher und Zeuge, jedoch nach dem Ver-hältnisse von Englands und Schottlands Manufakcennur wenige; auch hat die Wolkenmanufaktur durchdie in neuester Zeit so sehr ausgebreitete Fabrikationder Baumwolle in England einigen Eintrag erlitten.Daß die Wollenmanufakturen in England so emporkommen konnten, liegt in dem klugen SpekulationS.-geiste der Dritten, und in den weisen Anordnungen vonSeiten der Regierung, welche die Fabriken und Ma-nufakturen als einen der Hauptzweige der Staats-wirthschaft betrachten, welche den Staats- und Natio-nalreichthum vermehren; und dann auch darin, daß alleEngländer oder Britten nur von einem gemeinsamenVaterlands- und Handelsgeiste belebt werden, der auchden reichsten Lord antreibt, sein Geld zum Besten desStaats in Thätigkeit zu setzen, und alle Unternehmun-gen seiner Landsleute in Künsten, Fabriken, Manu-Oec. tech. Enc. Th. Cl,XVl. T l