6»6 Staatswirthschaft.
immer noch sehr geschätzte Artikel in dem Handel,die trotz der Concurrcnz, die sich überall gegen sie er«öffnet, dennoch nicht haben verdrängt werben können,und wenn gleich Frankreich behauptet, daß die Eng-ländischen Tücher nie den Französischen das Gleich,gewicht gehalten haben, so haben doch die Engländi-schen Tücher immer auf dem Markte den größten Ab«satz gehabt, welches doch wohl für ihre Güte undWohlfeilheit sprechen muß, da hier nur von feinenTüchern die Rede seyn kann. Daß die FranzösischenTücher sich zu einer Zeit einen großen Ruf erwarben,lag nicht in der großen Güte des Fabrikats, oder indem Vorränge der Fabrikation an innerem Gehalte,sondern in der Wohlfeilheit, und in der angenehmen insAuge fallenden Appretur, welche die Franzosen ihrenTüchern zu geben wußten, und weil sie das Auge be-stachen, auch zum Ankaufe reizten. Dieser Kunstgriff,der so außerordentlichen Beifall fand, und den Fran-zösischen Tüchern auf einige Zeit einen Vorrang vec»lieh, ja auch die Manufakturen anderer Länder, nament«lieh auch Deucschands, dazu anreizte dieses nachzu«thun, hielt die Engländischen Tücher einige Zeit zu-rück einen so bedeutenden Absatz zu machen, als früher,indem sich die Engländer dazu nicht bequemen könn,ren, den Preis ihrer Tücher zu verderben; indessenwurden sie doch zuletzt genörhiget, auch diesen Wegeinzuschlagen. Dann war auch noch die Auswanderungvieler Tuchmacher aus England nach New-Pork einGrund des Herabkommens der Tuchmanufakturen inEngland, indem sich diejenigen in Amerika erhoben;allein trotz dieser Unfälle, welche diesen Manufaktur«zweig trafen, rechnete man doch noch die Ausfuhr allerwollenen Waaren 2^- Millionen Pfd. Sterl. Sieerhoben sich aber bald wieder von diesem Unfälle, in-dem sie, wie schon bemerkt worden, die Preise desTuchs herabsetzten, und durch die Erfindung neuer Ma-