Staatswirthschaft. 667
der in der Fabrikation, den diese sich aber selbst imUnterhause absprechen? Da man überall so viel Wi-Versprechendes findet, so läßt sich schwer die richtigeHöhe der Produktion eines Artikels bei diesem oderjenem Volke angeben. Daß übrigens die Seiden-fabrikation in England durch das schnelle Aufblühender Baumwollenwaaren-Fabrikation zu Ende des 18cenJahrhunderts sehr gesunken war, beweiset, daß imJahre 1793 allein in SpitalfieldS mehr als 4000Webestühle still standen. Schon nach dem AachnerFrieden nahmen die Webestühle in London ab; dieseswar aber nicht eine Folge des Mangels an Arbeit,sondern nur derTheuerung InLonbon, des höchst kost-spieligen Lebens in der Residenz; dafür nahmen sieum so mehr in den kleinen Städten zu; hauptsächlichaber seitdem im Jahre 1766 alle ausländischen Sei-denwaaren verboten wurden. Kenner versichern, sagtein Schriftsteller, daß, wenn die Engländischen Sei,denwaaren die Französischen in der Güte übertreffen,so haben alle Französischen Stoffe und Seidenwaarenin der angenehmen leichten Zeichnung der Muster denVorzug. So wollte man die Engländischen Atlassefür die schönsten in der Welt ausgeben; dieses kannfrüher der Fall gewesen seyn; allein in neuester Zeitwetteifern gewiß mit ihnen die Französischen, Genueserund Florentinischen Atlasse, sowohl in der Güte, alsin den schönen Mustern; auch Deuffchland und dieSchweiz sind darin nicht zurückgeblieben; denn auchzu Berlin, Wien, Leipzig w. rc. macht man sowohlschwere, als leichte Atlasse von vorzüglicher Güte, soauch in einigen Kantonen der Schweiz, als in Bern,Zürich, Schoffhausen rc. Die Ostindischen Gesell«schaffen bringen auch Ostindische Atlasse in den Han-del von Europa, die aber den Europäischen weder inder Güte, noch im Aeußern gleich kommen sollen.Wie es nun mit den Atlassen in Hinsicht der Güte