Staatswirthlcyllsr. v/,
Mißverhältnisse mit dem Verbrauche stehen; dasheißt, sie können sich doch nicht so sehr vermehrt ha-den, daß ihre Erzeugnisse weit über den Bedarf in diessein Niesenreiche hinausreichen, und da wenig Begehr«ach ihnen im Auslande ist, sie also aus Mangel anAbsaß ihrer Waarenvorrathe Schaden leiden, indemdas Kapital in den Waaren steckt, und nicht wieder zuneuen Unternehmungen angewendet werden kann.Dieses ist nun nichr anzuehmen, denn so groß ist dieZahl ihrer Fabriken und Manufakturen nicht, wohlaber die oben angeführten Gründe. Rußland ist ge-nöthiget, wenn es auch seine Völker alle Vortheile derEuropäischen Kultur genießen lassen will, auf das Em-porblühen seiner Fabriken und Manufakturen zu se-hen; denn seine Natur- und Kunstprodukte, die es inden Handel liefert, sind zwar bedeutend genug; alleinsie würden bei der steigenden Kultur nicht ausreichendie Summen, welche für Fabrikate, Manufakteund Kunstprodukte aus dem Lande gingen, zu decken.Denn die Artikel die Rußland liefert, als Potasche,Talg, Pelzwerk, Leber, Segeltücher, Taue, Holz rc.,haben auch schon, besonders die ersteren Artikel, abge-nommen, da die Viehzucht jetzt auch in anderen Staa-ten sehr stark betrieben wird, um Talg und Leder zugewinnen, und die Ledergerbereyen sich in Preußen rc.erhoben haben; eö ist daher genöthiget auf seine Fa-briken und Manufakturen zu sehen. Es würbe diesesweniger zu thun nöthig haben, wenn es bloß die Ab-ficht hätte das Staatsvermögen zu vermehren, denndazu würde der Handel genügen; allein es will auchdas Nationalvermögen mehren, seine Unterthanenglücklich und die Industrie in seinem weitläufigenStaate verbreitet sehen; denn leicht ist es daöStaatS-vermögen durch den Handel zu vermehren, ohne Be-rücksichiigung der übrigen Klassen der Unterthanen,die von den Fabriken, Manufakturen rc. im Lande le-