Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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682 Staatswirthschaft.

als die genannten, aber besser als diejenigen von denInseln gehalten. Das Baumwollengarn von Smyrnageht häufig nach England, Frankreich, Holland, Ve.nedig, Livorno und Ancona. Man hat die Garne derLevante auf folgender Weise klassificirt: zuerst kommtdas Bazargarn, welches das feinste ist, dann folgt dasGarn von Jerusalem, hierauf das von Halep, und zu-letzt das Alexandrinische. Das Ostinbische Baum-wollengarn, welches die Holländer, Engländer undDänen nach Europa bringen, kommt von Java, ausBengalen, von der Coromandelfchen Küste rc. AusBengalen bringt es die Engländisch-Ostindische Kom-pagnie in den Handel von Europa, und aus den übri-gen Ostindischen Besitzungen die Dänisch-Asiatischeund die Holländisch-Ostindische Kompagnie. DieBaumwolle, die in Deutschland zu Garn versponnenwird, bleibt auch größtentheils darin, und wird in denBaumwollen-Manufakturen der Staaten dieses Lan-des verbraucht; es kommt nur wenig davon ins Aus-land. Appenzell und einige andere Kantone derSchweiz; dann Abbeville in Frankreich, Gallipoli inNeapel, und London führen viel gesponnene Baum-wolle aus, und sind dieserhalb im Rufe. Das Wol-len gärn wird größtentheils für die Wollenmanufak-turen selbst versponnen; es kommt aber auch vielWol-lengarn in den Handel zum Stricken, Sticken rc. rc.,welches größtentheils in jedem Staate von den Wol-lenmanufakturen, Wollenspinnereyen und Spinnerngeliefert wird. Jetzt sind in Deutschland in fast je-dem <L>taate große Wollen-Mafchinenspinnereyen ein-gerichtet worden, wo die Maschinen zum Theil durchDampfmaschinen in Bewegung gesetzt werden. GroßeWollenspinnereyen findet man vorzüglich in Berlin;dann in Schlesien, der Provinz Sachsen, und in denRheinprovinzen; in Liesen kommt besonders das soge-nannte Rheinische Garn vor, welches in Karten von