Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
683
JPEG-Download
 

StaatSwirthschaft. 683

ungefähr 26 Loch in den Handel gebracht wird, undwelches auch Holland in den Handel liefert. In Böh-men waren nach dem Kriege 1815 über 54,000 Schaf,wollenspinner beschäftiget, das Garn für die Manu,fakturen dieses Königreichs zu liefern, und so sind nachder Größe der Wollenzeugfabrikation in den andernStaaten auch die Spinnereyen beschäftiget, das nö-thige Garn dazu zu liefern. Die meisten dieser Spin-nereyen liefern auch Strickwolle rc. S. auch die Art.Leingarn, Th. 75, und Baumwollengarn,Th. 3. — Was die Spitzen betrifft, so ist dieserManufakturzweig in der neuesten Zeit sehr heruntergekommen, weil die Mode, Kleiber mit Spitzen, Blon-den oder Kanten zu besetzen, wie es ehemals der Fallwar, ganz abgekommen ist, wenigstens kommt es nochsehr selten vor, und nur bei einzelnen Putz« und Pa-radekleidern zu großen Festen, Vermählungen oderHochzeiten rc. Die Spitzen, Blonden oder Kan-ten gehören daher zu denjenigen Artikeln, welcheder Mode unterworfen sind, die sie jetzt zu den Kra-gentüchern und Putzhauben verwiesen hat, die nochmit Spitzen oder Kanten besetzt werden, obgleich auchhier bei den letztem der Tüll oft diese Stelle vertritt.Man hat zwar hin und wieder schon vor einigen Iah-ren angefangen diesen Gewerbszweig durch Tragringvon Kantenkleidern und Hauben mit breiten Zwirn-kanten rc. wieder in den Gang zu bringen; alleindiese Mode ist nur von wenigen Frauen und Jung-frauen angenommen worden. Die Kleider sind zutheuer und das Tragen der Putzhauben verhindern dieModehüte, die in zahlreichen Formen und von ver-schiedenen Stoffen oder Zeugen sich immer wieder gel-tend machen, weil sie nicht nur sehr bequem sind unddas Haar darunter su lassen, sondern auch

durch ihren Schatten, den nämlich die Schirme aufdas Gesicht werfen, entweder dasselbe en oluir oOsouv