698 Staatswirthschaft.
erworben hatten: sie haben aber in neuester Zeit durchdie vielen Pappsachen, welche die Buchbinder undGa-lanteciepappwaaren-Verfertiger in den Handel bringen,sehr verloren; obgleich sie die Pappwaaren in Wohl-seilheit und Dauerhaftigkeit, als Holzsachen, übertref-fen, so haben doch diese wieder ein gefälligeres Anse-hen wegen ihrer Verzierungen rc., und lassen sich auchbesser weglegen oder aufbewahren, weil ihre Form nureinfach ist, viele dieser Sachen zusammengelegt werdenkönnen, ohne großen Raum einzunehmen, und dannsind sie wieder in so fern haltbarer, daß sie beimHerabfallen vom Tische rc. nicht so leicht beschädigetwerden, als die Holzsachen, wenn diese gleich wiederin anderer Hinsicht mehr Dauer haben. Von denPappwaaren ist schon oben, S. 555, Erwähnung ge-schehen. Auch die Drechsler in den großen Städtenliefern Spielzeug in den Handel. Auch werden vieleder Nürnberger Spieisachen, besonders die großenStücke, als Guckkasten, Taschenspieler-Apparate, Phan,kaömagorien, Schattenspiele,Ornkros 6kinoi868,Zau-berbrunnen, und mehrere andere Apparate der Magie,Optik rc., in den großen Städten, z. B. inBerlin, Wien,Frankfurt am Main, Hamburg rc., in den Handel ge-bracht. Wenn gleich dem Absähe des NürnbergerSpielzeuges in neuester Zeit durch die Concurrenz mitdem Spielzeuge aus Pappe und auch aus Holz in an-dern Gegenden und Reichen Deutschlands, nament-lich in Preußen, Sachsen und Oesterreich, sehr gescha-det worden, und dann auch durch die vielen Kinder-schriften mit Holzschnitten, schwarzen und illuminirtenKupfern rc., so hat doch Nürnberg noch mehrere Ar-tikel behalten, worin keiner mit ihm in Concurrenz zutreten versucht hak, nämlich mit den aus Holz geschnitz-ten Figuren und Thieren, und mit mehreren kleinern,feinen und gewöhnlichen Metallwaaren, wozu sich beiihm eigene Handwerker und Künstler ausgebildet