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Tieger.
und wird daselbst Pal eng genannt. Mau trifft ihn inden waldigen Bergen der Provinz Masanderan, nachGmelin, an, wo er sehr gemein seyn soll. Er hat mitdem Ostindischen Tieger eine vollkommene Aehnlichkcit,nur ist er kleiner und nicht so grausam, und in Betrachtder niedrigen Beine, ist der Körper sehr lang gestreckt;er hat grimmige Augen, und eine stets hervorragendeZunge gleich dem Ostindischen. Der erwähnte Natur,forscher hat keinen angetroffen, der länger, als siebenFuß gewesen wäre. Wenn er nicht gereizt wird, soller nur selten auf Menschen losgehcn; allein zähmenläßt er sich eben so schwer, als der zuerst genannteTieger, und auch die von iiim genommenen und auf«gezogenen Jungen schlagen nicht ein und müssen gelob-tet werden. Das Weibchen wirft im Frühjahre dreibis vier Junge, und ist eine treue Wärterin derselben.Diejenigen Tieger mit veränderter Farbe, wo die gelbeGrundfarbe weniger blaßgelb, sondern mehr licht ist, soauch die Streifen, Flecken und Ringel nicht so gleichvertheilt rc., sind nur Abarten des Ostindischen Tiegers.In China hat man auch Tieger mit mehr schwarzgcstreif-tem Felle. Da die Tieger sich in Bengalen in demwilden Gestrüpp aufhalten, so könnte man billig fragen:warum die Bengalen oder Bewohner dieses Landes ihreDörfer in solchen Gegenden anlegen, wo diese ThiereHausen? Man findet Dörfer, welche völlig von Gestrüppumgeben sind, ja man steht oft eine kleine Stadt, zuwelcher bloß ein einziger Fußpfad führt, der sich nichtselten, vielleicht über eine Stunde lang. durch einen sl'n-stcrn, mit Gebüsch und hohem Grase verwachsenen Waldschlangelt, und endlich zu einer kleinen Oeffnung oderlichten Stelle führt, die nicht mehr als einen oder zweiMorgen urbaren Bodens enthält, wozu etwa noch einigeabgesonderte Felder kommen, so daß das Ganze unge-fähr zehn bis zwölf Morgen in sich begreift, die gerade nurhinreichend bestellt sind, um der geringen Bevölkerung der