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Tiegerdublette. Tiegerfell.
lang, als die äußeren Corollenblättcr ist, und den Grif-fel umschließt. Die drei freistehenden, aufrechten, linicn-förmigen, gegen einander geneigten Aniheren, die solang, oder ein wenig kürzer, als dieNarben stnd, an derAußenseite der Länge nach sich offnen, entkalken grün-lich-gelbe Pollen. Der Griffel trägt drei Narben, diean der Spitze gabelförmig gespalten sind. Man mußdiese Pflanze in einem Glashause oder in ähnlichenfrostfreien Behältern überwintern. In einigen Garten-schriften wird sie als eine im freien Lande ausdauerndePflanze angezeigt, deren prachtvolle Blumen sich imFrühling und im Sommer entwickeln. In solchen ge-linden Wintern, wie wir im verwichencn gehabthaben, hält sie auch in unsern Gegenden im Freien aus,wenn sie besonders mit Baumblättern oder alter Gcr-berlohe rc. bedeckt wird.
Tiecrerdublette, Venus wuenluta, s. unter Muschel,Th. 98, S. 281.
Tiegererz, in dem Sächsischen Erzgebirge, ein mit Glasund Weißgülbcnerz durchwachsener Hornstcin, welchesbesonders um Maricnberg und Johann-Georgcnstadtgewonnen wird. Es nimmt eine gute Politur an, da-her Tabaksdosen und andere Sachen daraus verfertigetwerden.
Tiegerfell, Tiegerpelz, beim Kürschner, das zugc-richteteFell einesTiegers, welches weiß und mit schwar-zen Flecken gesprengt oder gestrichelt ist. Man gebrauchtdieses Pelzwerk größtentheils nur zur Bebrämung derMützen oder zu Pferdedecken, selten wird es zum ganzenUntcrfutter gebraucht, weil man hierzu andere Felle oderanderes Pelzwcrk hat. Bis zum Jahre 1806 hatten inder Preußischen Armee die Ober- oder Stabsofficicredes Leibhusaren-Rcgimcnts, die ZiethenschcnHularengenannt, Tiegerdecken bei der Parade auf ihren Pfer-den. Die Kürschner in den großen Städten Deutsch-lands beziehen diese Waare größtentheils von den Mes-