18 Tiegerblume.
Krone ist glockenförmig, die inneren drei kleinen Krön-blättcr sind spießförmig, die Staubfäden zusammenge-wachsen (in der Röhre sind sie am längsten), die dreiNarben zweispaltig, und die länglicheKapsel kantig odereckig. Bis setzt ist davon eine Art bekannt: dieMexi-kanische Tiegerblume, derPfaucnspiegel, Li-Kristia, kuvoniu. kers. 8zmop8. kestouto I,iliav.t. 6. kerrariu kuvoniu I,ion. 8nppl. Willst.8pec. plant. 3, p. 581. ^nstre^a kepas. 178.kerraria liZristia. Ourt. bot. AllaZar. 532. lUv-raea kavouia Hund. liKristia »ransti üora. 8a-lisb. Diese Pflanze, welche in Mexiko zu Hause ge-hört, wird wegen ihrer Schönheit auch in DeutschenGärten und in Zimmern gezogen, aber in einigen nochunter falschen Namen geführt oder mit andern Jri-been verwechselt. Die Wurzel ist zwiebelartig, derStengel einfach, cylindrisch und knieartig gebogen, miteinem oder einigen Blättern besetzt. Sie wird 1 bis3 Fuß hoch, und ist, wie alle Theile der Pflanze, un»behaart. Die Blätter sind sechs bis zwölf Zoll lang,linien-schwertförmig, gefaltet-gerippt, gespitzt, nach derBasis zu schmal, schcidenartig den Stengel umfassend;die Blume ist gipfelständig, gestielt, die Scheide zwci-blättrig, kürzer, als die Blume, das innere Blatt denBlumenstiel einschließend. Die Corolle groß, sechsblätt-rig, inwendig schön roth, im Schlunde sehr erweitert,fast glockenförmig vertieft oder ausgehöhlt; die drei äu-ßeren Corollenblätter zwei- bis dreimal größer, als dieinneren, länglich eyförmig, an der Spitze zurückgeschla-gen, inwendig sehr glänzend, und mit einem gelben roth-gefleckten, bogenförmigen Streif versehen, nach untenviolett, fast schwarzroth; die drei inneren spießpfeilför-mig, mit den äußeren abwechselnd, an der Spitze zurück,gerollt, gelb und roth gefleckt, so daß das Ganze einenprachtvollen Anblick gewährt. Die drei Staubfäden sindin einem rothen Cylinder verwachsen, der ungefähr so