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Tilgen.
jweite Ordnung der neunzehnten Klaffe (8;nZvno8inkol^Kawin suiierüna) gehört, und in Südamerika hei-misch ist. Die bis jetzt bekannte Art: die köpf förmigeTilesie, H8M cupilatu, wird nur in botanischenGärten gezogen. Es ist ein perennirendcs Gewächs, wel-ches vom April bis in den Oktober blüht. Der Sten-gel der Pflanze ist kletternd, die Aeste und Blätter ste-hen steh einander gegenüber, die obern Blätter sind ge-stielt, und 3 Zoll lang und 2 Zoll breit, die Blumensind gehäuft und in kugelförmige Köpfchen gesammelt.Der Saame ist viereckig.
Tilgen, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort. 1. Eigentlichvernichten, des Daseyns berauben, verwüsten, zerstören,eine im Hochdeutschen größtentheils veralteteBcdeutung,in welcher vertilgen noch in einigen Fällen üblich ist.Eine Feuersbrunst tilgen. Das Ungezieferist nicht zu tilgen. Das Unkraut willsich nichttilgen lassen. Hier kommtnun auch vertilgen undaustilgen vor. Das Unkraut austilgen odervertilgen, es ganz ausrotten, jede Spur davon zer-stören. Ein Geschlecht austilgen oder vertil-gen, es auszurotten suche», es ganz bis auf den letztenSprößling vernichten. Ach könnte ich doch dasganze Gedächtniß meinerHandlungen austil-gen! (Dusch.) —2. Im figürlichen Verstände, der Zu-rechnung und den Folgen nach aufheben. Tilge meineSünde, Ps. 51, 3. Ich tilge Deine Uebertre-tung.Es.43,25. DieAlmosen tilgen die Sünde,Tob. 12, 9. Auch in dieser Bedeutung kommt es au-ßer der biblischen Schreibart im Hochdeutschen nichtmehr vor, wo man es nur noch theils bei der Auslö-schung einer bezahlten Schuld, in dem Schuldbuche,theils auch bei Bezahlung der Schuld selbst braucht.Eine Schuld tilgen, sowohl sie in dem Buche aus-löschen, als auch sie bezahlen. Ehemals brauchte manes auch in andern Fällen, für auslöschen, ausstreichen.