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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tingireii. Tim'sche Seide.

dreifächrige, vielsamigc Kapsel, die mitZottenhaarcn be-kleidet ist. Das Vaterland ist Brasilien, und die Kni-tur im Treibhause.

Tingiren, beim Chemiker und Färber, mit chemischzubereiteten Farbebrühen färben. Leinen, Baumwolle,Wolle, Seide in dergleichen Brühen tauchen, damit siedie zugerichtete Farbe annehmen; s. Färben, Th. 12,S. 49 u. f. Tingiren nennt man auch jedes Zeich-nen, welches mit Farbe geschieht; selbst das Aufdruckeneines Zeichens mit einem Stempel. So tingirt mandie Schafe, wenn man sie zeichnet, das heißt, ihneneinen Stempel mit Farbe aufdruckt, um olle Stückeeiner Herde zu erkennen, wenn die Schafe auf dieWeide getrieben werden. Das Tingiren der Wä-sche, das Zeichnen derselben mit einem Stempel. DasTingiren der Leinwand in den Leinwand-Manu-fakturen, wenn die Leinwand Stückweise mit Farbe ge-stempelt wird, mit der Bemerkung der Ellenzahl rc.

Tinische Seide, Seide von Tina, Line oderTino (Tcnos), eine Seide, welche von allen Artenderselben, die aus dem Archipel kommen, am bestenzugerichtet ist. Sie kann, außer den Stoffen, zu wel-chen sie nicht dienlich ist, zu allen andern Arten von Ar-bciten, z. B. zu gestrickten Strümpfen und Handschu-h»n, zu Bändern, zu Nähseide rc. gebraucht werden.Die Franzosen kauften sie früher fast allein auf, undzahlten an diejenigen, welche sie vor Venedig einschiffenließen, gar kein Ausfahrtsgeld, sondern stellten bloßCau-tion, und bezahlten sie, wenn man entdeckte, daß dieSeide anderswohin geführt worden. War die Seidefür einen andern Ort, außer Venedig, bestimmt, so be-zahlte man nur drei Thaler, und drei Quart für jedenCentner Ausfahrtsgeld. Die Insel gehörte ehemals denVenetianern, kam aber späterhin wieder unter die Tür-kische Regierung, und gehört jetzt den Griechen. DieFranzosen haben daselbst einen Konsul.