Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinka!. Tinktur.

Tinkal, Tiucal, eine Benennung des Borax, der ausOstindien nach Europa gebracht wird. S. den ArtikelBorax, Tb. 6, S. 209 u. f. — Der Borax oderdas boraxsaure Natron besteht aus Boraxsäure.Wasser und Natron, ist graulichweiß, inS Grüne undGelbe spielend, im Striche weiß, durchscheinend bisdurchsichtig, fett. bis glasglänzend, von muschligemBruche. Bor dem Lölhrohre bläht er sich auf undschmilzt; er hat einen süßlich.laugenhaften Geschmack,kommt in Krystallen, der schiefen rhombischen Säulen-sorm angehörend, meist aber in krystallinisch, körnigenMassen vor. Man findet dieses Salz hauptsächlich inTibet in großer Menge in einem großen See, rings vonGletschern umgeben, theils auf dem Grunde desselben,theils an seinen Ufern. Man gewinnt es aber auch anandern Orten in diesem Lande; dann inPersien, China,Japan und Ceylon, theils aus Quellen, theils durchAuslaugen einer tinkalhaltigcn Erde. Auch in einigenBergwerken von Peru hat man ihn gefunden. Manbereitet ihn aber auch künstlich durch Berbindung derToskanischen Boraxsäure mit Natron, was namentlichin Frankreich geschieht, wo man deshalb kcinenOstindi-schen Borax mehr gebraucht; aber auch der OstindischeBorax muß zum Gebrauche raffinirt oder gereinigetwerden. Man sehe auch den Art. Salz(boraxsau«res), Th. 133, S. 313 u. f., nach, wo schon eineEr-gänzung des Borax gegeben worden. Ein Mehreresüber den Borax, als Zusatz, hier noch zu sagen, würdevielleicht zu weit fuhren, da man ihn unter dem NamenTinkal nicht aufsuchen wird; es muß daher, was hiernoch von demselben in Hinsicht seiner Nachahmung, sei-ner Anwendung, und seines Handels gesagt werden könnte,auf den Artikel Borax im Supplement verwiesenwerden.

Tinktur, Tinctur. 4'inoturn; Fr. I'einture; Engl.liucturo; in der Chemie und Apothekerkunst eine