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Tinktur.
die Abziehung von zwölf Pfund des höchstrektificirlenFranzwcingeistcs über die mit demselben einige Tagelang digerirte und vorher an der Luft feucht gewordeneMasse des Rückstandes von der Sublimation des Eisen-falzes bereitet, und soll nach dieser Bereitungsart vonEisentheilen wenig oder gar nichts enthalten, sonderneinem mehr oder weniger versüßten Salzgeiste gleichen.Auch dieser Bereitungsart soll keine vernünftige Chemiezum Grunde liegen, und deshalb ist die umständlicheBe-schreibunz derselben auch schwierig. Klaproth hat einebessere Methode, die gelbe Tinktur, die, nach der altenMethode, aus Rvßschwefel, ätzendem Ouccksilbcrsubli-mate und höchst rektifieirtem Franzbranntweine besteht,und durch die Sublimation, Destillation und den Auf-guß des Sublimirten erhalten wird, zu erhalten, angegeben,wodurch sie ungleich kräftiger wird. Hiernach löset manreines Eisen in rektificirter Salzsäure bis zur völligenSättigung auf. Nachdem die Auslösung eine Zeitlangruhig gestanden, filmet man solche, gießt sie in eine glä-serne Retorte, und zieht sie bei gelinder Wärme desSandbades bis zur Trockne ab. Dann wird daS Feuerverstärkt, und nur diesem Fcuersgrade so lange angchal-ten, bis der größte Theil des metallischen Salzes alsein braunrvthes Sublimat in die Höhe gestiegen ist.Nach vollendeter Sublimation wird die Retorte zerbrv-chen, das sublimirte Salz gesammelt, in eine gläserneoder porzellanene Schale gethan, und so lange iu denKeller oder an einen andern feuchten Ort gesetzt, bis eseine völlig dunkle brauncothe Flüssigkeit (ein Eisenöl)geworden ist. Von diesem mischt man eine Unze mitzwei Unzen einer sorgfältigst bereiteten, und bei gelindemFeuer rektifiürten Ditriolnaphtha in einem mit wvdl-schlicßcndcm Stöpsel versehenen Glase, und schütteltbeide Flüssigkeiten gelinde durch einander, so wird dieNaphlha schnell den größten Theil des in der Auslösungsich befindenden Eisenstoffcs in sich nehmen, und dadurcheine dunkelgeibc oder hellbraune Farbe erhalten. Sobald