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Tinktur.
lang digeriren; gießt sie dann durch, drückt das Rück-ständige aus, seihet die Tinktur durch graues Löschpa-pier, und verwahrt sie in einer Flasche. — Diese Tink-tur wird auf gleiche Weise benutzt, wie die einfache; sieist magenstärkend, befördert die Verdauung, vermindertdie Säure, und treibt die Winde.— Auf gleiche Weise,wie diese, werden alle übrigen zusammengesetzten Link»turen bereitet.
Folgende Tinkturen kommen in den Apotheken vor:Die Aloetinktur, Unotara ^loe, eine Auflösungder harzigen Theile des Aloes mittelst des Weingeistes.Man gebraucht sie in Zusammensetzung mit andernTinkturen. So z. D. um die Paracelsische Pro-prietätStinktur oder das Proprietätselixir dar-zustellen, nimmt man Myrrhentinktur: -1 Unzen, Saf-rantinktur und Aloetinktur, von jeder 3 Unzen, mischtdiese drei Tinkturen zusammen, und hebt sie zum Ge-brauche auf. Treibt man diese Mischung durch dieDestillation in dem Marienbade über, so erhält maneine spirituöse helle und sarbcnlose Tinktur, welche manweißes Proprietätselixir nennt. Die im Kolbenzurückgebliebene Materie sammelt man unter dem Na-men Proprietäts-Elixixextrakt. Thut man zuden zusammengemischten drei Tinkturen zwölf TropfenBitriolgeist hinzu, so erhält man das sogenannte saureProprietätselixir. Dieses Elixir ist ein magenstär-kendes und die Verdauung beförderndes Mittel. Alsbloße Tinktur findet die Aloctinktur selten Anwendung.—Arni ka tinktur, linvtara^roicse,welche aus derArnika, mittelst des Weingeistes gezogen wird. Siewird zu einigen Theelöffeln voll täglich verordnet, oderals Zusatz anderer flüssigen Arzneyen zu einer halbenDrachme auf eine Unze derselben. — AromatischeTinktur, Gewürztiuktur, l'ioetora sromutiea,eine Auflösung verschiedener Gewürze in Weingeist.
Loth Zimmet, 1 Quentchen enthülsetcr kleiner Kar-