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Tinktur.
damomcn, ^ Loth langen Pfeffer und eben so viel Jng-bcr oder Ingwer, wird mit einem Quarte doppeltenKornbranntwein übergössen und eine Zeitlang ohneHitze digerirt. Wenn man die Färbung bemerkt, sowird die Flüssigkeit durchgeseihet. Man gebraucht dieseTinktur als ein erhitzendes und nervenstärkendes Mit-tel, und verordnet sie zu einigen Löffeln voll des Ta-ges, auch als magenstärkcnd und windctrcibend. —Eine andere aromatische Tinktur, auch aro.matisches Elixir genannt, besteht aus ^ UnzeMyrrhen, 2^ Unzen Aloe, 2 Quentchen Safran, undZimmt, Nelken und Muskatennuß, von jedem 24 Gran.Diese Substanzen werden sämmtlich zerstoßen, und mit2 Pfund Weingeist und 2 Unzen gemeinem Wasserübergössen, und in dem Kolben 12 Stunden bei einergelinden Wärme digerirt. Hierauf aus dem Marien-bade bis zur Trockenheit abgezogen, und von dieser ab-gezogenen Tinktur und Frauenhaarsyrub, von jedemgleiche Theile, und Doppel-Pomeranzenblütwaffer, inhinlänglicher Mengehinzugesctzt, zusammengemischt, undnach einigen Tagen durchgeseihet. Diese Tinktur ist ma>genstärkcnd. und dient bei Unverdaulichkeitcn, Magen-schwäche, Leibschneiden von Blähungen rc.; auch bcför-dcrt sie die Ausdünstung. Die Gabe ist von 2 Quent-chen bis zu Unzen. Auf ähnliche Art macht manmehrere dergleichen Tinkturen aus den Gewürzen, so-wohl einfache, als zusammengesetzte. So hat man eineZimmettinktur, Nelkentinktur rc. ^-Asandtinktur,stinkende Asandtinktur, Teufelsdrecktinktur,Hctora Hsao koetiäso, ein Aufguß des Weingeistesaufstinkenden Asand. Frühere Aerzte wollen diese Tinkturnur äußerlich im Beinfraß, Winddorn, kalten Geschwül-sten, Skrofeln, faulen Geschwüren rc. angewendet wis-sen; neuere Aerzte verordnen sie auch innerlich zu einemTheelöffel voll einige Mal täglich, für sich oder in Mi-schung. Vorzügliche Dienste leistet sie äußerlich im Bein-