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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinktur.

neu von ihren Hülsen rein gemachten Kardamomen, ineiner gut verwahrten Flasche in der Wärme stehen, unddigeriren, und gießt ihn nach einigen Tagen wieder da.von ab, so erhält man diese Tinktur. Man gebrauchtsie wie die oben angefübrte Wermuthstinkkur.— Can-tharidentinktur, lioetura (Unntburräum, welcheauch durch einen Aufguß mit Weingeist gewonnen wird.Man giebt sie innerlich von 5 bis 10 Tropfen mit Zuk«ker, oder in Mischung mit schleimigen Tränken, Samen»milche rc. Neuere Aerzte gehen von 10 bis zu 30 Tro»pfen in Mischung mit Wasser oder schleimigen Flüssig,keilen, drei- oder viermal täglich. Man muß aber stetsmit den kleinern Gaben den Anfang machen. Acußerlichwendet man diese Tinktur in Verbindung mit gleichenTheilen Iny. ^mmonii eun8tioi oder andern reizendenSubstanzen zum Einreiben bei Lähmungen an. MitKompressen auf die Haut gelegt, dient sie oft als bla»senziehendes Mittel. Auch zur Vertreibung der Zahn-schmerzen rathen Einige sie aufs Zahnfleisch des schmer-zenden Zahnes einzureiben; denn mit dem Entstehen ei-ner Blase verliert sich oft der Schmerz. Einige Aerztewollen diese Tinktur innerlich gar nicht empfehlen, nuräußerlich. — Cascarillentinktur, linetura 6as-earillse, ein Aufguß über die Cascarillrnrinde mit Wein»geist oder Wein, giebt diese Tinktur, die eine gleiche An-wendung wie die oben angeführte bittere Tinktur findet.— Die Catechutinktur, die Tinktur des Catcchu-extraktes, Imclura 6ateebu, l'invtura iLxtravtitevko, eine Auflösung des Catechuextraktes im Wein-geiste. Diese Auflösung ist dunkelbraun, und wird vonzugegossenem Wasser nicht trübe. Sie wird in der Heil-kunst wie der rohe Saft benutzt, nur ist sie wegen desWeingeistes erhitzend. Die Gabe ist von 60 bis 100Tropfen, und die Mischungen Honig, Salbeywasserund Dekokt davon, besonders bei erschlafften! Zäpfchen.Bei adstringirenben zur äußern Anwendung dienenden

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