Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinktur.

tinktur erhalt man, wenn man Curcumeywurzel zer-stößt und das Zerstoßene in Wasser mit einer halbenUnze Alaun in einem zinnernen Gefäße sieden läßt;dann läßt man die Tinktur erkalten und filtrirt sie durchLöschpapier. Man thut sie hierauf wieder in das Ge.faß, läßt sie noch einmal aufwallen und abrauchen, bisdie Farbe den verlangten Grad erhalten hat. Man fülltsie nun in ein Glas, welches mau gut verstopft. Das-selbe Verfahren kann man auch bei den Avignonskö»nern beobachten. Auch unter Gelb würz, Tb. 16,kommen verschiedene Farbenversuche mit dieser Wurzelvor, woraus man auch Tinkturen bereiten kann. —Attichbeerentinktur. Tinktur von den Beeren desZwerghohlunders. Man sammle unreife Attichbcc-re», und lasse sie in einem Glase mit Wasser digeriren;wenn der Auszug geschehen ist, so setze man Weinessigdazu, so bekommt man eine schöne himmelblaue Farben-tinktur, mit welcher man Leinwand und Leder färbenkann. S. auch unter Hohlunder(Zwerg-),TH.24,S. 320. — Indigo tinktur. Man nehme feinenIndigo (Guatimalo) und reibe ihn auf einem Reibe-steine ganz fein, thue ihn dann in eine Büchse von Gc-fundhcitögeschirr, und gieße darauf zu einem Theile In-digo vier Theile Schwefelsäure (Vitriolöl), und lasse esverdeckt über Nacht stehen und sich auflösen; dann gießeman so viel Wasser dazu, als zur Tinktur nöthig ist,das heißt, zu einer schönen klaren blauen Flüssigkeit, dieman in eine Flasche abgießt und sie gut verstopft. Mankann hierzu noch eine andere Sorte Indigo nehmen,z. B. den gefeuerten, den Indigo von Domingo rc.;allein diese Arten muß man erst durch Wasser reinigen.Man nimmt nämlich den sein zerstoßenen oder fein ge-riebenen Indigo und thut ihn in ein Glas mit Wasser,und läßt Beides gelinde im Sande aufwallen. DasWasser wird davon blaßroth, und so lange die Auflö-sung fortdauert nach und nach immer gelber; man gießt