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Tinte.
(Uurex rmiwMs), der dornige Schnepfcnkopf(A!urox brsnilaris), dieS korpionsch necke (Unrexsoorpio), das Brand Horn Morex ssxutilis), derGranatapfel (lUurox oriouveus) re. genannt, welcheeinen solchcnSaft geben sollen. Auch das Steinchen(vucelnnm lupillus) ist mit einem solchen Safte ver.sehen; er soll hier einen Theil der weiblichen Zeugungs-theile ausmachen. Dieser Saft soll anfangs grünlichaussehen, aber eine schöne Purpurfarbe annehmen, so-bald er eine Zeitlang der Sonne ausgesetzt wird, wirsolches Gmelin in seinen Grundsätzen der techni-schen Chemie anführt. Wie schon oben bemerkt wor-den, war das Schreiben mit Purpur nur ein Vorrechtder Kaiser: denn man hielt die Purpurfarbe, überhauptdie rothe Farbe, auch den Scharlach, für ein Zeichender Würde und Hoheit. Die Orientalischen Kaiser un-terschrieben ihre Mandate und Edikte eigenhändig mitPurpur, oder Zinnobertinte, daher solche auch 8uoromonvuustam hieß, und erst im zwölften Jahrhundertetheile» sie diese Ehre mit ihren nächsten Anverwandten.Der Kaiser Leo verbot diese Tinte allen Privatperso-nen, und selbst die Regenten, die während der Minder-jährigkeit eines Kaisers den Staat verwalteten, gebrauch-ten nicht rothe, sondern grüneTinte zu ihrer Unterschrift,wie man solches im Wehr, vom Papier und denSchreibemassen (Hannover, 1779, und in der um-gearbeiteten Ausgabe, Halle, 1789) findet. Mont-faucon (kulaooßr. Aruoo. I^ili. I. e. 1) hat mit ver-schiedenen alten Handschriften bewiesen, daß man denTitel oder Inhalt mancher Schriften, oder die Anfangs-buchstaben, oder Randglossen, zuweilen auch Gesetze mitrother Tinte geschrieben hat, wozu man auch oftmalsblaue Tinte nahm. Auch Ovid, Trist. I, 1; Juve-nal, Sät. 1-1, 191, und Persius, Sät. 6, 90, be-weisen dies. In späteren Zeiten schrieben die Abschrei-ber am Ende eines Codicis ihren Namen und die Zeit,