Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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no Tinte.

dieser Tinte, ohne ihre Güte zu vermindern, ist eineSteinflasche; sie muß um die Hälfte weiter seyn, als dieMenge, welche man hineinzugießen gedenkt. Man mußdie Tinte täglich zweimal umrühren und sie unbedecktlassen, um ihre Oberflächen zu erneuern, welche so derWirkung der Luft ausgesetzt sind. DicseDorsicht brauchtnur vierzehn Tage lang beobachtet zu werden, nach de-ren Verlauf wird die Tinte abgegossen, und in sorgfäl-tig verstopfte Flaschen gefüllt, worin man sie zum täg-lichen Gebrauche aufhebt. — Eine schwarze Tintenach Michaelis. Man nehme 8 Loth Gallapfel und4 Loth Kampecheholz, koche es mit 2 Quart Wasser solauge, bis nur noch LOuart derFlüssigkeit übrig bleibt.Nachher nehme man 3 Loth schwefelsaures Eisen oderEisenvitriol, 2 Loth Arabisches Gummi und 1 LothweißenZucker, setze es zerstoßen hinzu, und lasse es darinvollkommen auflösen. Dann bereite man noch folgendeFlüssigkeit: Man löse ^ Loth feinen Indigo (Guati-malo) in I Loth der stärksten Schwefelsäure auf, ver-dünne die Auflösung mit ^Pfd. Wasser, und setze dannnach und nach so viele Eisenfeile hinzu, als zur Sätti-gung hinreichend ist. Diese Flüssigkeit gieße man nunvon dem noch »«aufgelöseten Eisen ab, und vermischesie mit dem ersten Dekocte, so erhält man eine sehrschöne unvergängliche Tinte. — Eine schwarze un-zerstörbare Tinte nach Westrumb. Man nehme2 Loth Fernambuk und 6 Loth Galläpfel, koche es beieinem mäßigen Feuer in einem gut glasurten irdenenTopfe mit 3 Pfund Regenwasser so lange, bis nur2 Pfund übrig bleiben; dann nehme man I Loth Eisen-vitriol, ^ Loth Arabisches Gummi, und ^ Loth weißenZucker, schütte es zerstoßen in ein anderes reines Gefäß,und gieße die noch warme Abkochung darauf. Nachdemdie Auflösung der Ingredienzien vollständig erfolgt ist,setze man der Mischung noch 2H- Loth fein zerriebenengefeuerten Indigo und Loth Lampenrußschwarz,