Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte. l t I

welches beides vorher mit 2 Loch Alkohol verdünntworden, hinzu, so erhält man eine vortreffliche schwarzeTinte, welche sehr dauerhaft ist. — Eine schöneschwarze Tinte nach dem Rezepte eines altenGeschäftsmannes. Man nehme 4 Loth geraspeltesBlauhol;, 2 Loth gemahlene Knoppern, und 5 Loth grü-nen Vitriol (Eisenvitriol), koche das Ganze mit 2 Pfd.Bieressig und 2 Pfd. Regenwaffer so lange, bis sich derVitriol vollkommen aufgelöset hat. Hierauf den Topfvorn Feuer genommen und 16 Loth gröblich zerstoßeneGallapfel unter die Flüssigkeit gerührt. Alles zwölfStunden stehen lassen, und nachher die Brühe durchLeinwand gescihet. Zu diesem reinen Abgüsse thue mannoch 2 Loth in Wasser ausgelösetes Arabisches Gummi,welches man vorher, um die Auflösung zu erleichtern,zerstoßen kann. Auch dieses wird erst durchgeseihet, ehees dem Dekocte zugesetzt wird; läßt man nun das Ganzenoch einige Tage stehen, so erhält man eine sehr schoneschwarze Tinte. Man kann nun aus den Rückstandnach dem Abgießen noch H Quart Bier gießen, und eszuweilen bei gelinder Wärme umrühren, so erhält maneinen Aufguß zur Verdünnung der im Tintenfaffe dickgewordenen Tinte. — Ein zweites erprobtes Re-zept zu einer guten schwarzen Tinte. Mannehme 8 Loth Gallapfel und stoße sie zu einem feinenPulver; dann solches durch ein Haarsieb gestäubt und ineine steinerne Kruke gethan. Auf dieses Pulver gießeman ^ Quart gutes braunes Hopfenbier, und stelle dasGefäß einige Tage auf den geheitzten Ofen oder in dieMittagssonne, oder auch auf die Kochstelle des Feuer-herdes, nach dem Kochen des Mittagsbrodes und nachder Jahreszeit, da man es im Sommer an der Sonnedestilliern kann. Die Hitze darf aber auf dem Herdenicht zu groß seyn, damit es nicht ins Kochen kommt;auch muß der Aufguß öfters umgerührt werden. Wennsich nun der Extrakt aus den Gallapfeln gezogen hat,