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Tinte.
werden 2 Loth Eisenvitriol hinzu geschüttet, umgerührt,und noch einige Tage unter öfterem Umrühren in derWärme stehen gelassen; dann wird dieser Aufguß abge-klärt, durch Löschpapicr filtrirt, wieder ^ Quart Bierdarauf gegossen, und auf dieselbe Weise damit versah,rcn, wie das erste Mal. Dieses wird nun noch zumdritten und vierten Male wiederholt, so daß man von8 Loth Galläpfeln und 2 Loth Eisenvitriol 2 Quartrecht gute Tinte erhält. — Eine dauerhafte Kanz-leytinte für Handschriften, Urkunden und fürKanzleyen, in welchen viele Schriften von Wichtig,keit, als Aktenstücke, niedergelegt werden. Um einenDorrath von 10 Maaß oder Quart Tinte zu bereiten,nehme man an Flüssigkeiten 4 Quart Regenwaffer,
3 Quart oder Maaß Essig, und 3 Quart schlechtenWein, und an trocknen Produkten 6 Loth Galläpfel,
4 Loth Eisenvitriol, und 4 Loth Arabisches Gummi.Die Zubereitung geschieht wie folgt: Man nehme HMaaß Wasser, -Z- Maaß Wein, eben so viel Weinessig,und mische eS untereinander. Diese Mischung gieße manauf die Galläpfel, welche fein zerstoßen und durchgesiebtworden. Auch der Vitriol wird zerstoßen, und die Hälftevon den noch übrig gebliebenen gemischten Flüssigkeiten dar-auf gegossen. In das übriggebliebene Gemisch des Essig«Wassers schütte man den zerstoßenen Gummi. Diese dreiAuflösungen werden nun gut bedeckt, und drei oder mehrereTage lang auf die Seite gesetzt, indem man jede täglicheinige Male (drei oder mehrere Male) umrührt. Amfünften Tage stelle man das Gefäß mit den GalläpfelnansFeuer, ohne es jedoch sieden zulassen; seihe es danndurch ein Tuch in ein reines Gefäß, und gieße zu dieserAuflösung auch die beiden andern Auflösungen. Alleswird nun noch drciTage lang zu gewissenZcitcn umgerührt,und wenn sich der Bodensatz gebildet hat, so gieße mandas Flüssige sachte ab, welches eine dauerhafte und guteTinte giebt, die alle Eigenschaften besitzt, die zu einer