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Tinte.
H Quart Regenwaffer und eben so viel Weinessig.Nachdem man diese Mischung eine Nacht hat stehe»lassen, setze man sie ans Feuer und lasse daS Ganze biszur Hälfte einkochen; dann von» Feuer genommen, kaltwerden lassen, und durch Leinwand gescihct. Hieraufwerden 8 Loth zerstoßene Galläpfcl, 4 Loth zerstoßenesArabisches Gummi, 2 Loth Alaun und 1 Loth Indigo,Beides auch zerstoßen, und 1 Loth zerschnittene Gra-natschalcn zusammen in eine große Flasche geschüttet,dann die erste Mixtur dazu gethan, vierzehn Tage inder Sonne stehen gelassen, oder auf einem warmenOfen, und dann zum Gebrauche abgegossen. DieseTinte hat die Eigenschaft, daß sie, außer ihrer schönensich gleich zeigenden Schwärze, schnell auf dem Papieretrocknet, und einen schönen Glanz giebt. Hier ist dasVerhältniß des Vitriols zu dem Kampccheholze und denGallapfeln gleichfalls sehr stark. — Eine glänzendschwarzeTintc nach einem Franz ösischenChc-miker. Man übergieße 16 Loth gröblich zerstoßeneGalläpfel mit ^ Quart Weinessig und 2 QuartRegen-waffer, welches man vorher geklärt hat; schütte dann6 Loth Blauholz und I-s Loth Granatschalen hinzu,und bringe es in einem gut glasurten Gesäße über Feuer,wo man es unter öfterem Umrühren einige Stunden ko-chen lassen muß. Dann 6 Loth Eisenvitriol in ^QuartWasser anfgclösct, zu dieser Auflösung 4 Loth sein ge-pulvertes Gummi Senegal, immer in kleinen Portionen,unter öfteremUmschütteln hinzu geschüttet, damit es sichdarin auflöse, und zuletzt noch 2 Loth blausaure Kali-auflösung. Diese Auslösung der zuletzt angeführten In-gredienzien gieße man nun zu der ersten Abkochung,nachdem man sie in ein anderes Gefäß abgegossen undgeklärt hat, und man erhält die überschriebene glänzendschwarze Tinte, die sich nach vielen Jahren noch eben soschwarz und glänzend auf dem Papiere zeigen soll, alsbei ihrem ersten Auftragen mit der Feder. — Eine