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Tinte.
gendes Verhältniß: Zu zwei Theilen Galläpfel einenTheil Blauholz. so erhält die Tinte in Hinsicht der Farbemehr Dauer, die erhöhet wird, wenn man noch Kupfer-vitriol hinzusetzt; denn dieser, in Verbindung mit demEisenvitriole, giebt der Tinte ein dauerhaftes Schwarz;man darf aber nicht mehr als höchstens den zehntenTheil desselben, als das Quantum Galläpfel beträgt,anwenden, weil sonst die Tinte leicht nach dcrAustrock-nnng eine graue Farbe annimmt. Die schöne Schatti-rung, welche das Kampechcholz der flüssigen Tinte giebt,soll größtentheils eine Wirkung des Kupfervitriols seyn.Das Vorgeben, daß dieser Vitriol auf die Folge dasFedermesser angreife, wegen der stärkeren Anziehung desKupfers, welches sich, wenn man dieFedcr schneidet, an-hängt, indem sich Kupfer an der Stelle des Stahls finde,ist unzureichend; denn es wird gewiß ein beträchtlicheZeit erfordert, ehe dieser Nachtheil merklich wird, undda möchte das Messer selbst nicht mehr seinen Dienst,wegen des Abziehens und Schleifens, leisten. DieKnoppern und derSumach haben die Eigenschaften derGalläpfel, nur steht die adstringirendeKraft von Beidender der Galläpfel bei weitem nach. Wenn man Beide zurTinte statt der Galläpfel anwenden will, so muß dasQuantum ums Vierfache erhöhet werden, wenn sie einegleichcWirkung hervorbringen sollen. DerAlaun, zersto-ßen und in kleinen Portionen zur abgeklärten Tinte gesetzt,erhält sie klar und rein, bindet die Masse und verhüteteinen neuen Bodensatz. Durch die Granatschalen er-hält die Tinte mehr Festigkeit in Hinsicht des Glanzes,nur muß man das Verhältniß so einrichten, daß zu derangeführten Quantität Galläpfel eines Rezeptes derzehnte Theil derselben Granatschalen genommen wird.Alle Tinten sind dem Schimmel unterworfen, und umdiesen abzuwehren, empfiehlt man den Zusatz von Sal-zen, Gewürznelken und Spiritus. Bei der Anwendungdes Spiritus oder Weingeistes kommt die zuzusetzende