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Tinte.
recht schwarz erscheine», sondern grau, und auch beimGebrauche dick wie ein Brey werden, so auch, wenn beiwirklich guten Gallapfeln nicht ein richtiges Verhältnißbeobachtet wird, und solche in der Tinte vorwalten, sobesitzt diese zwar eine dauerhafte Farbe, allein sie ist,wie schon bemerkt, grau oder braun, und es wird leichtSchimmel darin erzeugt. Bei einem so unrichtigen Ver-hältniffe der Ingredienzien entstehen nun die Mangel, vondenen eine gute schwarze Tinte durchaus befreiet seynmuß, wenn sie ihrem wichtigen Zwecke ganz entsprechensoll. Man würde also bei einem richtigen Verhältnisse,um die Tinte in allen ihren Theilen gleich gut zu erhal-ten, folgende Regel beobachten müssen. Zu drei Theilender Galläpfel nehme man einen Theil schwefelsaurenEisens, und ungefähr ein Viertel des Ganzen Gummi.Die Flüssigkeiten müssen hier nur höchstens das Vier.fache der ganzen Masse betragen. Nämlich zu 16 LothGalläpseln, 5^ Loth Vitriol und 4 Loth Gummi,nehme man 4 Pfund Flüssigkeiten. Wenn gleich Gall>äpfel, Eisenvitriol und Gummi, in Vereinigung mit derFlüssigkeit (Wasser, Wein odcrEffig), die wesentlichstenBestandtheile einer Tinte ausmachen, so bedient mansich doch noch. wie schon oben, S. 98, angeführt wor>den, einiger anderer Species bei ihrer Zubereitung, die,nach dem Verhältnisse ihrer Zusetzung, einen mehr oderweniger günstigen Einfluß zeigen, wie z. D. des Blau-oder Kampechcholzes, der Knappern, des Sumachs oderSchmacks, des Kupfervitriols, des Alauns, der Granat-schalen, der Gewürznelken, des Salzes, Spiritus re.Das Blauholz giebt zwar keine schwarze, sondern eineviolette Farbe, und man könnte daher eher glauben, daßes die Tinte blaß mache; allein eine genauePrüfung hatbewiesen, daß die Meinung irrig ist; denn beim Zusetzendes Eisenvitriols zu einer Abkochung von diesem Holzenimmt die Abkochung nach der Auflösung des Vitriolseine blauschwarze Farbe an; beobachtet man daher sol-