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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

Eine gelbe Tinte aus dem Chromgelb. Manreibe feines Chromgelb mit Wasser sehr fein auf einemNeibesteine ab, und setze dem Abgeriebenen, nachdem esin ein reines Gefäß gethan worden, gepulvertes GummiArabikum hinzu, so erhält man eine schöne gelbe Tinte.Man muß hier beim Abreiben des Chromgelbs so vielWasser hinzusetzen, als nöthig ist, um eine schöneSchreibetinte zu erhalten. — Eine gelbe Tinte ausden Schmalzblumen. Man nehme Schmalzblumen,welche auf den Wiesen wachsen, drücke den Saft her«aus, und setze etwas zerstoßenen Alaun und Gummi«Wasser hinzu, so kann man damit schön gelb schreiben.

Grüne Tinte oder Dinte, ^trsmevtom vi-riüo; Fr.Lncrvverte; Engl. 6reen-Ink. Man nimmtzur grünen Tinte Grünspan, Gummi Guttae, Indigo,Curcumey,CremorTartari, GummiArabakum, Schwe-felsäure oder Ditriolöl, Weinessig und Regenwaffer.Man zieht den destillirten Grünspan dem Französischenoder gewöhnlichen zur Tinte vor; er muß Trauben be-sitzen, welche ins Bläuliche spielen, und von außen undinnen beim Durchbrüche einen schönen Glanz, und einedunkelgrüne Farbe haben. Die übrigen Ingredienziensind oben schon erwähnt worden. — Eine grüneTinte von destillirtem Grünspane. Man löseILoth destillirten Grünspan in ^ Quart scharfem Wein-essig auf, lasse diese Auflösung einige Tage in gelinderWärme stehen, schütte nachher ^LothgepülvertenAlaunund 4 Loth Gummi Arabikum hinzu, rühre es mehrereMale um, so hat man eine gute grüne Tinte zumSchreiben. — Auf eine andere Art. Man nehme3 Unzen oder 6 Loth destillirten Grünspan, und 3 Lothoder 1^ Unze überschüssiges weinsaures Kali (Weinstein),zerreibe solches auf einem Neibesteine gut durcheinander,thue es dann in ein reines gläsernes Gefäß, gieße 16 Un-zen oder 32 Loth Weinessig darauf, lasse es einige Tagestehen; dann gut durcheinander geschüttelt, sich wieder