Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

Feder nach. Auf diese Weise werden die Buchstabenschwarz, ohne das vorher angeführte Auskochen nöthigzu haben. Diese Tinte steht der vorhergehenden nach.

— Eine schwarze Tinte zum Schreiben undMalen auf seidene Zeuge, Leinwand und Pa-pier. Man nehme 2 Unzen oder 4 Loth Eisenfcile,1 Unze zerstoßene Galläpfel, und 1 Maaß oder Quartstarken weißen Weinessig, bringe das Ganze in einemgut glasurten Gefäße über gelindes Feuer, und lasse esbis zur Hälfte evaporiern oder abdampfen. Dann sil-trire man das Dekoct und setze etwas Gummi zu. —Schwarze Beiztinte anf Leder, Pergament,Leinwand, Wollentuch rc. Man nehme dieselbenvorher angeführten Species, auch in gleicher Quantität,nur setze man noch etwas aufgelöseten Eisenvitriol hinzu.

— Tinte zu Aufschriften auf Denkmäler vonMarmor, Stein rc. Sie wird von Ruß mit Leinölund schwarzem Pech bereitet, welches über gelindemFeuer mit einander vermischt wird. Man macht auchein Gemisch von ungefähr drei Theilen Pech und einemTheile Rußschwarz, welches zusammen über Feuer ge-schmolzen wird. Mit dieser Komposition oder Zusam-mensetzung malten die Alten ihre Inschriften, welcheeine so lange Dauer gehabt haben sollen, als der Steinselbst.

Was die Gold- und Silbertinten betrifft, sosind diese schon unter Schrift, Th. 148, S.432u.f.,abgehandelt worden. Man kann aus fein zerriebe-nem Metalle, z. B. auS Gold- und Silberblattchen,mit Gummiwasscr innig vermischt, eine Metalltinte er-halten; allein zum Schreiben aus der Feder, wie mit je-der andern Tinte, möchte sie nicht anwendbar seyn, dasie nicht gut aus derselben fließt, und immer wieder an-gefeuchtet werden müßte, weil sie sonst antrocknet; der-gleichen Schriften kann man nur mit Drvnce (Gold-,Silber-, Kupfer- rc. Bronce) mit dem Pinsel machen,

Vec. techn. Enc. Th. 6I-XXXV. K