Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

stallen auch noch mit der Galläpfeltinktur nach den ver-schiedenen Umständen eine mehr oder weniger tiefcFarbean. Hieraus ist nun ersichtlich, daß Eins von den In-gredicnzien dieser Tinte, das Eisen, vermuthlich mitSchwefelsäure oder Vitriolvl vereiniget war, und dievollkommenste Farbe der Schrift, die an einigen Buch-staben tief schwarz, und an andern purpurschwarz erschie-nen, beweiset, wenn man die Wiederherstellung dieserFarbe durch Galläpfeltinktur, bei denen, wo sie verlorenwar, mit dazu nimmt, hinlänglich, daß ein anderes In-gredienz eine adstringircnde Materie gewesen seyn müsse,und hier kommt man auf dieGalläpfcl. Blagden ent-deckte nicht die mindeste Spur eines schwarzen Firnissesirgend einer Art; denn der Tropfen Säure, der einenBuchstaben völlig zum Verschwinden gebracht hatte,war gleichförmig blaß und von einer rostigen Farbe,ohne daß man übrigens irgend eine Spur von schwar-zem Pulver oder andern fremden Materien darin schwim-men sah. — Die lange Dauer der ältesten Schriftenwill Blagden von der guten Bereitung des Stoffes,worauf die Schrift geschrieben worden, herleiten; sofand er immer die schwärzesten Buchstaben bei den Ma-uuscripten auf Pergament, auf dem dichtesten Perga-mente. Man bemerkte gewöhnlich ein gewisses Aufbrau-sen, wenn die Säuren die alten Pergamente berührten.Nach Blagdens Vermuthung sollen die alten Tinteneinen geringeren Antheil von Eisen, als die neuern er-halten. Er stützt diele Vermuthung darauf, daß diedurch feuerfestes Laugensalz mit der auf diesen Tintengelassene Säuren hervorgebrachte Farbe weniger dunkelwar, welches aber auch von der Länge der Zeit, währendwelcher sie aufbewahrt worden sind, herrühren kann;vielleicht nahm man auch etwas mehr Gummi dazu,und dann ist es auch möglich, daß man die Schrift miteiner Art von Firniß überzog, der von der Beschaffen-heit war, daß er keinen Glanz gab. Eine von denPro-

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