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Tinte.
Jahre 1698 trug Homberg der Pariser Akademieder Wissenschaften eine Beschreibung von verschiedenenTinten dieser Art vor. Zur Ersten rechnet er die mitBleyessig geschriebene, und dem Dunste des Schwefels!-kali (Schwefellebcr) ausgesetzte Schrift; die zweite Artbestand aus einer sehr verdünnten Goldauslösung, mitZinnauslösung überstrichen; die dritte bereitete er auseiner Auflösung des Spießglases, und einem antimvnia-lischcn Schwefelalkali; zu der vierten wählte er eine gei-stige Rosentinktur, mit verdünnter Schwefelsäure bestri-chen. Schon im Jahre 1705 findet man Spuren vonder Bereitung sympathetischer Tinten aus kobalthalti-gen Mineralien, davon Waiz*) die ersten Bcobachtun-gen auszeichnete, welche in der Folge zu verschiedenenrothen, grünen und blauen sympathetischen Tinten Ge-legenheit gegeben haben. Noch älter müßte die Erfin-dung der grünen sympathetischen Tinte seyn, wenn esnach dem Gesner (iu solvetis pliMvo-oeeonoimvm,1om.II.) seine Richtigkeit hätte, daß dadurch Theoph.Paracelsusim Winter einen Garten vorzustellen ge-wußt habe. Man gebrauchte dazu die Wißmuthtink-tur, oder eigentlich das taubenhalsige Wißmutherz, je-doch ohne zu wissen, wovon dieseWirkung eigentlich her-rührte. Die erste Beobachtung war: Nachdem diese mitgleichen Theilen Salmiak sublimirt, und der Rückstandmit destillirtem Essig gekocht worden, so erhielt maunach dem Abdunsten ein Salz, welches in der Wärmegrasgrün, beim Erkalten himmelblau, violettblau, undendlich rosenfarben wurde. Wenn ferner dieses Erz iudestillirtem Essig mit etwas Salz, Salpeter und Alaunso lange gekocht wurde, bis der Essig eine Rosenfarbeerhielt, und man rauchte es gelinde bis zur Dicke einesSaftes ab, so sah solches grasgrün in der Wärme,
Schlüssel zu dem Kabinette der geheimen Schatzkammer derNatur- 1705 . 2te Ausz. Frankfurt und Leipzig, 1722 .