Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tinte.

sche Tinte nennt, und gießt man Wasser hinzu, so schlägtsich der Schwefel nieder, oder wenn man den Spiritusrektificirt oder ausdünsten läßt, so fällt der Schwefel vonselbst zu Boden. Die Bereitung der Tinte geschieht,wenn Auripigment in einer Lauge von einem fixen alka-lischen Salze, die mit ungelöschtem Kalke kaustisch ge>macht worden, gekocht wird; cS löset sich darin auf, undwird um so fixer, je länger es darin gekocht wird. Die-ser Absud zeigt, wie bekannt, den durch Silbcrglätte ver-fälschten Wein an, welcher davon gelb und dunkel wird.Peter Borell war also der Erste, der die sympathe-tische Tinte unter dem Namen des in die Ferne wir-kenden magnetischen Wassers bekannt machte,und solches in dessen üistoriarnm vt Observ. inest,pbxs. Oenturiae IV., 1653, Oentur. II. observ.Nachher hat der Deutsche Chemiker Otto Tachendiesen Versuch erwähnt, und denselben ohneMagnet undSympathie erklärt iVsekenütlippoer. mestieinneeln-vis. 1669). Unter dem Namen der sympathetischenTinte findet man die Vorschrift des BorellischenMagnetcnwaffers, welches in die Ferne wirkt, zuerstvon Nie. Lemery in seinem chemischen Cursus(in varsu vb^m.1675) vorgetragen. Diejenigen, welcheglauben, daß bei dem Lemort in den Lcidenschenchemischen Sammlungen (in 6olleetan. eli^m.I-ezlstensIbns, 1684) dieser Name zuerst vorkommt, ir-ren sehr; denn dieser Schriftsteller wiederholte fie nur,oder beschrieb sie zum zweiten Male. Lemery beschreibtnoch, außer der angeführten, verschiedene Arten sympa-thetischer Tinten, z. B.: mit einer Weinsteinauflösutigzu schreiben, bei welcher die Schrift nicht sichtbar ist, siekommt aber zum Vorschein, wenn man sie mit einerGalläpfelabkochung oder einem Galläpfelaufguß befeuch-tet; diese verschwindet nun wieder durchDitriolgcist, underscheint in gelber Farbe, wenn man sie mit Weinsteinöloder einer Auflösung der Potasche überstreicht. Im