Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerey.

Zapfen mit der Schließsäge aufgeschlitzt, mit dem Stämm-eisen und Knüppel gelocht, und die paffendeFuge mit demGesimshobel bcstoßcn. So entstehen allerlei Fenstcrrah.mcn rc. Eine falsche Stelle ist die Fläche, derenPunkte nicht alle in einer Ebene stehen. Die sichtbareoder in dasGesicht fallende Seite eines Stückesheißt die Winkelseite, weil sie gewöhnlich beim Zu-richten durch einen Blcystrich in Form eines Winkelsbezeichnet wird. Ein von beiden Seiten verarbeitetesStückheißt: von bcidenSeiten sichtbar; dieDor-derscite heißt die glatte, saubere Seite. Zusam-menzeichnen heißt, dieStücke. inAnsehung des Orts,wo sie angebracht werden sollen, mit einem kennbarcnMerkmale bezeichnen. Anpassen heißt, die verschiede,nen verarbeiteten Stücke an Ort und Stelle anbringenund befestigen. — Die Werkzeuge des Tischlerssind folgende: I) die Hobelbank (s. unter Hobel,Th. 24, S. 41 u. f.; 2) die schon oben erwähntenReißwerkzeuge und Maaße: das Winkelmaaß,Lineal und der Zirkel, die Arbeit zu reißen, die Um-risse der Arbeit aufzuzeichnen oder den Riß zu machen.Die Geschicklichkeit des Arbeiters wird an dem glückli«chen Erfolge dieses Derfahres erkannt. Wenn die Stückezum Ausarbeiten richtig gezeichnet sind, so müssen siesich bei der Ausführung genau zusammenfügen, ohneirgend zu dick, oder zu dünn zu seyn, so daß man nichtnöthig hat, noch ferner nachzuarbeiten. Das Winkel-maaß ist ein zweifaches, zu einem rechten Winkel zu-sammcngefügtes Lineal, womit man rechte Winkel zeich«net oder abmißt. Das Gehrmaaß ist ein etwas ge«brochenes Lineal, dessen schräge Linie auf einen Winkelvon 45 Grad gerichtet ist, und dazu dient, zwei Hölzer,die zu rechtwinklichten Ecken, z. B. in einem Dilderrah-men, zusammengefügt werden sollen, nach dem gehörigenschrägen Durchschnitt, welcher Gehrung heißt, ver-mittelst des Anschlages oder angezapften schiefen Bret.